Bereits mein zweiter Besuch im Dunkelrestaurant „unsichtbar“veranlasst mich nun, einen kleinen Bericht darüber zu schreiben.

Man erreicht das Restaurant, wird in einem schummrigen Foyer freundlich begrüßt und bekommt die Gaderobe abgenommen. Nachdem man sich aus einem verschlüsselten Menü für Rind, Fisch, Geflügel oder vegetarisch entschieden hat, geht man ganz gründlich Hände waschen !!! (spätestens beim Hauptgericht sucht man mit den Händen auf dem Teller, wo was liegt, bzw. schaut, ob überhaupt noch was drauf ist)

Unser Kellner hieß Heydi und ist blind. Er holte uns am Eingang des Restaurants ab und in Polonaise ging es in die Dunkelheit. Ohne Probleme fanden wir unseren Tisch.

Das Restaurant sieht ungefähr so aus :

Dunkelrestaurant

Wenn man etwas vom Kellner möchte, oder wenn Besteck heruntergefallen ist, ruft man den Namen und der zugeteilte Kellner kommt angeflitzt. Ansonsten sieht man wirklich NULL im Restaurant. Fluoreszierende Uhren, Handys, Kerzen, rauchen – alles verboten.

Wir hatten 3 Gänge, Salat, Hauptgericht und Nachtisch, dazu ein Glas Wein, Softgetränk und danach einen Kaffee. Weder bekleckert, noch verbrüht, aber satt (ich schaff eh immer nur die Hälfte und Leo die andere – daher satt) und um 110,- Euro leichter verließen wir das Restaurant, nachdem wir uns die Auflösung des Überraschungsmenüs, welches wir bestellt hatten, angeschaut haben.

Alles in allem kann ich einen Besuch im Dunkelrestaurant nur empfehlen. Man wird nett bedient, man fühlt sich sicher, weil der Kellner wirklich auf Abruf bereit steht. Das Essen ist lecker, allerdings nicht besonders reichhaltig und sehr teuer ;o( 3 Gängemenü von 32,- bis 46,-€. Aber als Geschenk und Event ist es eine gute Idee.