Normalerweise kostet eine Schiffahrt durch das Berliner Zentrum mit einem Ausflugsdampfer zwischen 15 und 20 Euro. Doch in diesem Fall chartete meine Krankenkasse ein Schiff und ich war Gast im Rahmen einer Marketing-Aktion für Neuzugänge zwischen 25 und 35 Jahren.

Als wäre ich in letzter Zeit nicht genug auf der Spree unterwegs gewesen, bekam ich von meiner Krankenkasse einen Anruf ob ich nicht an einer Schifffahrt durch Berlin teilnehmen möchte. – Klar wollte ich und da Julia keine Zeit hatte nahm ich eine Freundin mit.

Bootsfahrt auf der Spree
Ausflugsschiff

Zwar war mit die Strecke entlang der Spree durch die letzten zwei Bootsfahrten (mit Pontonboot und Sportboot) bereits bekannt, aber so konnte ich mein Wissen über den Wasserverkehr festigen und manche Dinge fallen einem ja auch erst beim dritten Mal auf. Los ging es direkt nach der Arbeit vom Märkischen Ufer. Da ist mir mal wieder der Historische Hafen ins Auge gestochen, bei dem sich sicherlich ein genauerer Blick auch mal lohnt.

Getränke auf dem Schiff
Versorgung an Bord: Sekt, Mineralwasser, Einwegkameras

An Bord des Schiffes wurden wir erst einmal mit Sekt begüßt – den gab es auch die ganze Fahrt über noch nachgereicht, genau wie nicht alkoholische Getränke. Mit an Bord waren einige Mitarbeiter aus der Marketing-/Vertriebsabteilung meiner Krankenkasse. Ich hatte mich aber schon im Vorfeld informiert, dass es sich nicht um eine Verkaufsveranstaltung handeln würde. Um das Erlebnis auf Fotos festhalten zu können, erhielt jeder Fahrgast eine Einwegkamera, die im Anschluß mit nach Hause genommen werden konnte.

Verpflegung auf dem Schiff
Kulinarische Köstlichkeiten auf der Spree

Während der Fahrt wurden Häppchen gereicht. Neben Kulinarischen Fleischspießen gab es Canapés. Die Fahrt an sich, war eine typische Touristen-Bootsfahrt durch Berlin. Es wurden einzelne Sehenswürdigkeiten erklärt und Hintergrundinfos geliefert. Ich muss zugeben, dass ich kein bißchen zugehört, sondern statt dessen einfach nur den Ausblick und das ruhige Schaukeln des Schiffes auf dem Wasser genossen habe. Trotzdem sind mir die vielen flachen Brücken durch die es ging nicht entgangen. Bei einigen wären das bestimmt auch nicht ohne Verletzung ausgegangen, so flach sind die Brücken teilweise in Berlin. Aus diesem Grund wurden Brücken vom Bootsführer auch lautstark angekündigt.

Brückenfahrt mit dem Schiff
Achtung Brücke! – Kopf einziehen.

Erstaunt war ich, was an den Ufern von Berlin so los ist. Die waren gefüllt mit Menschen, was sicherlich am hervorragenden Wetter lag. Das Schiff war Gott sei Dank nicht so voll wie ich gedacht hätte. Auch meine Vermutung bestätigte sich was die Entdeckung neuer Dinge bei der 3. Bootstour auf der Spree betraf. Aber ein Highlight war in jedem Fall wieder die Durchfahrt durch’s Regierungsviertel.

Berlin von der Spree
Mit Menschen gefülltes Ufer an der Spree

Im Gegensatz zur Fahrt mit einem kleinen Boot geht es mit einem Ausflugsschiff direkt in die Schleuse, ohne lange Warten zu müssen. Generell scheinen Berufsschiffe privilegierter zu sein, als kleinere Boote. Es war auch schön an der Schleuse mal zuzusehen, statt selber mitzuhelfen, obwohl es mir dann doch unter den Fingern gebrannt hat 😉

Warten in Schleuse
Schleusendurchfahrt

Bei der Bootsfahrt stimmte einfach alles. Das Wetter hätte man sich besser nicht wünschen können und nach 3 Stunden endete ein schönes Erlebnis an diesem Tag. Wer glaubt, dass ich mit Werbematerial und Informationen über neue Tarife nach Hause geschickt wurde, der täuscht sich. Hätte uns der Krankenkassenmitarbeiter nicht begrüßt, hätte man gar nicht gemerkt, wer die Fahrt ausgerichtet hat.

Berliner Dom von der Spree aus
Einer von vielen hervorragenden Ausblicken während der Schifffahrt

Für mich und meine Begleitung war es ein sehr schönes Erlebnis. Unsere Krankenkasse hat für uns mal 3 Stunden lang die Welt angehalten und es hat sehr gut getan!