Es ist recht ruhig um sie gewordeden. Schule und Arbeit nehmen eben viel Zeit im Leben von Sarah ein. Umso mehr freut es uns, dass uns Sarah einen Bericht für den Blog zur Verfügung stellt, in dem sie ihre Erlebnisse vom Sommer 2008 beschreibt. Denn da gab es ein Wiedersehen mit ihren Freunden und der Familie in Amerika. Aber lest selbst.

Diesen Sommer hat es mich wieder ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten gezogen. Nachdem nun ein Jahr vergangen ist, nachdem mein Auslandsjahr zu Ende war, hab ich mich wieder auf eine lange Reise nach Amerika zu meiner Gastfamilie über die Sommerferien begeben. Aber dieses Mal nicht alleine. Ich nahm meinen 21-Jahre alten Bruder „Marco“ mit, den ich 2 Wochen vor meinen Abflug am Frühstückstisch fragte, ob er mich nicht begleiten wolle. Aufgrund dessen, dass er Semesterferien hatte und nachdem ich so begeisternd von meinem Amerikaaufenthalt berichtet hatte, er nun auch Anreiz bekommen hat, dieses Land genauer kennen zu lernen. So haben wir beide uns dann gemeinsam am 11.Juli auf die Reise nach Amerika begeben. Fünf Wochen verbrachten wir bei meiner Familie. Dort wurden wir herzlich empfangen und auch mein Bruder gehörte sofort zur Familie. Wir haben eine wunderschöne Zeit gehabt und wieder viele neue Dinge erlebt.

Sarah in Amerika - Sommer 2008 - 1/8

Mit Freunden essen gehen | Mit Jake beim Baseballspiel

Es tat so gut seine „zweite“ Familie wieder zusehen. Und falls ihr euch noch erinnern könnt, war ich damals nicht alleine – Ich lebte ein Jahr mit einer Brasilianerin zusammen und diese hatte einen Bruder, namens „Jose“ und Jose war nun für ein ganzen Jahr da, um auch einen Auslandsaufenthalt in Amerika zu machen. Er kam eine Woche später an als wir, aber als er da war – war das Haus nun voll. Drei Austauschschüler in einem Haus und die kleinen Mädchen haben sich riesig gefreut. Ich hatte Jose schon früher kennen gelernt, da wir zusammen im Urlaub in Disneyland in Florida waren. (Das war geplant, damit Nina (Brasilianerin) ihre beiden Geschwister wieder sehen konnte) Er war ein Abbild seiner Älteren Schwester.

In Amerika habe ich versucht meinem Bruder so viele Dinge wie möglich zu zeigen, damit der nur einen kleinen Einblick haben konnte, von dem was ich über einem gestammten Jahr erlebt hatte. Meine ganzen Freunde nahmen ihn sofort in den Kreis auf – was ja üblich für die freundliche amerikanische Art ist. Wir unternahmen viele Dinge mit meinen Freunden, welche hauptsächlich in einem Fitnessstudio arbeiten, was uns wieder die Möglichkeit bot, kostenlos mitzugehen und während sie schufteten, im Schwimmbad zu baden und sonnen oder im Fitnessbereich sich abzuschwitzen. Wir haben viele Konzerte von amerikanischen Studenten Bands gehört, wobei das nicht immer jeden Geschmack trifft, denn die meisten amerikanischen Bands gehen in die Richtung „Screamo“ oder ähnliches. (also sehr laut)

Mit meiner Familie haben wir auch vieles unternommen. Wir sind regelmäßig in die Kirche gegangen und auch hier erinnerte sich jeder an mich. Wir haben Ausflüge zu Wasserparks und Achterbahnparks unternommen, welche wieder mal sehr aufregend waren und nichts der gleichen in Deutschland auffindbar ist.

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Mama erschöpft nach einem langen Tag | Mit meinen Freunden im Wasserpark

Die meiste Zeit in Amerika verbrachte ich daran, an einer Facharbeit für die Schule zu arbeiten. Ja selbst in den Ferien hat man keine Pause, aber so ist das, wenn man Abitur macht. Jedenfalls bot sich die Gelegenheit es in Amerika anzufangen, da ich mein Leistungsfach Englisch gewählt hatte und das Thema auch zu Amerika hauptsächlich aber auch weltweit gehört, welches nämlich „Gender Equality – women movement – aim or achievment“ war. Jeder kennt das immer noch heutzutage bestehende Problem der Gleichberechtigung. Jedenfalls hatte ich in Amerika die besten Möglichkeiten an Quellen ranzukommen, so zum Beispiel verbrachte ich einen ganzen Tag in einer Bibliothek einer richtigen Universität, wie man sie aus den amerikanischen Filmen her kennt. (NC State University) Es war der Wahnsinn – 8 Stockwerke – ich wusste gar nicht wo ich anfangen sollte. Dann bekam ich aufgrund dessen, dass meine Gastmutter Lehrerin war und viele Kontakte zu Professoren hatte einen guten Zugang zu verschlüsselten Journals. Auch einige Professoren baten mir ihre Hilfe an, was ich außerordentlich nett fand – denn wer würde dir heutzutage umsonst deine Hilfe anbieten, ausgeschlossen die eigene Familie natürlich, niemand nämlich! Jedenfalls beschäftigte ich mich viel mit diesem interessanten Thema.

Mein Bruder gestaltete seine Zeit ein wenig anders – er ließ seiner Kreativität freien Lauf und zeichnete soviel er konnte. Die Landschaften sowie die Umgebung in Amerika gaben ihm den nötigen Anreiz und die fehlende Inspiration. Doch wir wollten unseren Urlaub nicht so enden lassen, dass wir nur gearbeitet haben und uns nur wenig ausruhen konnten, deswegen entschieden wir uns einen Trip zu planen – durch die Staaten zu reisen – wenigsten die Ostküste entlang. Nach langem Planen, entschieden wir uns dafür nach Miami Beach für einige Tage zu fliegen, wo die Jungen Touristen sich nur sträuben und anschließend weiter nach New York für ein paar Tage. Gut war es, dass ich Freunde in New Jersey hatte so konnten es wir organisieren dort für ein paar Tage kostenlos unterzukommen – denn in New York kommt man für eine Nacht nicht unter 400$ und das sind umgerechnet 340€. Während unseren Trips wollten wir natürlich viel zu Gesicht bekommen, somit haben wir Trips wie Everglades National Park gebucht oder auch eine Cruise entlang der Küste der „Rich and Famous“. In New Jersey hat sich meine Freundin bemüht uns New York, Philadelphia sowie ihren eigenen Staat zu zeigen. Wir erlebten trotz der unangenehmen Flüge (viele Stürme und Turbulenzen zu der Sommerzeit in den Südstaaten von Amerika) eine sehr unterhaltsame und aufregende Woche.

Als wir dann wieder kamen war es nun auch schon fast Zeit abschied zu nehmen. Wir hatten noch zwei gemeinsame Tage mit unserer Familie übrig. Auch in den zwei Tagen haben wir wieder viel erleben dürfen und ich hoffe die Bilder veranschaulichen euch wie viel Spaß wir gemeinsam hatten.

Zum Abschluß noch ein paar Bilder aus Amerika:

Sarah in Amerika - Sommer 2008 - 3/8

Blick auf den Atlantischen Ozean | Ich am Strand von Miami Beach

Sarah in Amerika - Sommer 2008 - 4/8

Ich mit einem Alligator auf den Hand | Kurz vor der Everglades Tour

Sarah in Amerika - Sommer 2008 - 5/8

Straßensicht von Miami Beach | Der Dachpool unseres Hotels

Sarah in Amerika - Sommer 2008 - 6/8

Insel von „Rich and Famous“ | Ich auf einer Bootstour

Sarah in Amerika - Sommer 2008 - 7/8

Ermüdet nach einer langen Nacht | Mit Freunden in Philadelphia

Sarah in Amerika - Sommer 2008 - 8/8

Liberty Bell | Gestresst in New York durch die Hektik

Vielen Dank an Sarah für den Bericht. Es wird sicher nicht ihr letzter Besuch dort gewesen sein – wir freuen uns auf neue Berichte aus Amerika…

Wer noch einmal die Berichte von Sarah aus Amerika lesen möchte, der hat hier die Chance dazu: Klick.