Ich gebe zu, der Titel klingt etwas merkwürdig und hat auch nichts mit den aktuellen, jährlichen Dopingfällen bei der Tour de France zu tun. 😉

Heute ist mir im Radio eine Meldung zu Ohren gekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Im Titel steht es schon: Es geht um fahrfremde Tätigkeiten. Man kennt es aus dem Straßenverkehr: Ein LKW fährt neben einem und auf dem Lenkrad liegt die Zeitung von heute (hab ich schon sehr oft gesehen!), die der Brummfahrer gerade liest. Egal ob Essen oder Trinken, ob Rauchen oder das Radio einstellen oder gar die Straßenkarte lesen – das alles sind für den Fahrer eines Autos Tätigkeiten, die von der Konzentration auf den Straßenverkehr ablenken.

Und genau deshalb will das Bundesverkehrsministerium jetzt handeln. Nachdem ja beispielsweise das Telefonieren mit dem Handy schon einige Jahre verboten ist, werden nun weitere ablenkende Beschäftigungen der Autofahrer unter die Lupe genommen. Allerdings muss zunächst geklärt werden, inwieweit man diese Tätigkeiten strafgesetzlich korrekt formuliert und welche Vergehen überhaupt bestraft werden sollen. Die Höhe der möglichen Strafen steht ebenso wenig fest. Aber man kann davon ausgehen, dass es sich im Rahmen der Handyvergehen bewegt (40 Euro). Auf der anderen Seite bleibt das Problem, wie man so etwas kontrollieren möchte. Da sind Handytelefonierer schon leichter zu ertappen.

Man darf gespannt sein, ob die Idee sich durchsetzt, die besagten Tätigkeiten mit einem Bußgeld zu bestrafen. Das Radio einstellen oder das Rauchen wird sicherlich nicht davon betroffen sein, so sind sich Experten bereits sicher. Sicherlich klingt das alles erst einmal etwas merkwürdig, aber auf der anderen Seite zählt im Straßenverkehr eben jede Sekunde. Von daher halte ich persönlich es nicht für verkehrt, wenn die ein oder andere „fahrerfremde Tätigkeit“ in den Bußgeldkatalog aufgenommen wird.

In diesem Sinne – Augen auf im Straßenverkehr.