Wie bereits angekündigt, war es heute nun (endlich) soweit: Ich musste zum Zahnarzt, um die Vorbereitungen für zwei Kronen zu treffen. Das Gute daran war, dass ich deshalb für den ganzen Tag krankgeschrieben wurde. So konnte ich schön ausschlafen und startete munter in den Tag. Hatte somit auch noch Zeit, einige Erledigungen zu tätigen.

Nach dem Mittag ging es dann los: Dank meines Vatis brauchte ich nicht laufen oder mit dem Bus fahren, sondern mit dem Auto. Als ich dann im Zahnarztstuhl saß, dachte ich mir, warne ich alle vor, indem ich scherzhaft erwähnte, dass ich mich tierisch auf die Spritzen und den Abdruck freue. Das hat beim letzten Mal einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das kam sehr gut bei meiner Zahnärztin und der Schwester an.

Naja, dann gings auch schon los. Ich bekam also vier Spritzen, zwei in den Oberkiefer vorne und zwei in den Oberkiefer hinten. Naja, tat nicht wirklich weh, nur jeweils ein kurzer Einstich, den man merkte. Und die Wirkung stellte sich sehr schnell ein: Ich spürte unverzüglich meinen Oberkiefer nicht mehr, die Betäubung wirkte bis in die Nase. Du denkst echt, du hast ne Riesenlippe, aber zum Glück ist das nicht so. Bin ja nicht aus dem Hause Ohoven.

Und jetzt kam die Sache mit dem Abdruck. Die Ärztin und auch ich ahnte was kommen musste. Kaum war diese eklige Masse in meinem Mund, stellte sich schon das berühmte Würgegefühl ein. Aber es hielt sich in Grenzen: Einfach gerade sitzen und konzentriert durch die Nase atmen. Gut so. Es wurden zwei volle Abdrücke genommen und ein zusätzlicher für die Provisorien. Nach der Abdrucktortur kamen dann die Zähne dran. Da merkt man wirklich rein gar nichts. Ist doch ein super Gefühl: Die Zahnärztin bohrt und du merkt nichts. Beim ersten Zahn war noch alles ok. Das Pfeilen und Schleifen ging problemlos. Aber als sie mit dem zweiten Zahn anfing, spürte ich seltsamerweise alles. Aua! Was für ein Schmerz. Weil ich aber eine gute Zahnärztin habe, merkte sie das sofort, weil man automatisch die Augen zusammendrückt. Humorvoll wie sie ist, fragte sie, ob ich lieber noch ne Spritze haben möchte oder ob sie weiterbohren soll. Ihr ahnt es, ich bin hart im nehmen und verweigerte die Spritze!

Na gut, das war gelogen, natürlich wollte ich noch eine davon. Ich bin ja schließlich Kassenpatient. Kurioserweise hielt die junge Schwester meinen Kopf ganz liebevoll fest, damit ich nicht wegzucke bei der Spritze. Aber ihr merkte nicht mal den Einstich der Spritze. Komisch! Nach einer kurzen Pause ging es weiter und alles verlief problemlos.

Als beide Zähne vorbereitet waren (also nur noch ein Zahnstumpf da war), wurde ein erneuter Abdruck genommen. Anschließend bekam ich dort die Provisorien aufgesteckt und festgeklebt. Nächste Woche gibt es dann die richtigen Kronen. Diese werden jetzt vom Zahntechniker gefertigt. Der Kleber wurde dann noch entfernt und die Sache war erledigt. Ganz wichtig ist, dass man zwischendurch immer wieder den Mund ausspülen darf. Aber macht das mal ordentlich, wenn die obere Hälfte vom Mund betäubt ist. Das ist ne Kunst! Aber ich hab es geschafft.

Insgesamt hat das alles eine ganze Stunde gedauert. Aber das, was mich jetzt noch daran erinnert, ist die nicht nachlassende Wirkung der fünf Spritzen. Das kann bis zu vier Stunden dauern habe ich erfahren. Vorher darf ich nichts essen. Das ist doof, denn mein Magen knurrt schon. Ich werd es überleben!

Dann werde ich mal den Rest des Tages genießen. Sonne ist ja genug da…
Weitere Informationen zum Thema Zahnkrone: Hier.