Im heutigen Arbeitsschritt der Comic-Erstellung wird es bunt. Außerdem werden die restlichen Arbeitsschritte am Computer stattfinden, dazu muss als erstes die getuschte Zeichnung mit einer hohen DPI-Zahl eingescannt werden. Ich nutze die an meinem alten Scanner höchstmöglichen 600dpi.

col0
Kolorieren des Comics am Computer

Im Grafikprogramm kann die Comiczeichnung nun eingefärbt werden: Um das Bild erst einmal richtig schwarz-weiss zu bekommen werden Helligkeit und Kontrast soweit hochgeschraubt bis es passt. Die Schwarz-Weiß-Vorlage wird jetzt wieder in ein farbiges Farbmodel umgewandelt und dann kommt der Zauberstab Einsatz mit dem die einzelnen Flächen ausgewählt werden und dann mit der entsprechenden Farbe eingefärbt. – Das Ganze hat ein wenig Malbuch-Charakter, geht aber um einiges schneller als mit Stiften.

col1
Comic ist noch nicht fertig koloriert

Hier ein kleiner Trick: Bevor der ausgewählte Bereich ausgefüllt wird, empfiehlt es sich die Maske um einige Pixel zu erweitern, dass sie auf den schwarzen Linien liegt. Die Füllung kommt auf eine neue Ebene unter die Schwarz-Weiß-Vorlage, die dann im Modus „Subtrahieren“ hinzu kommt.

col2
Schatten und Lichteffekte im kolorierten Comic

Wenn alle Flächen mit Farbe gefüllt sind, ist die Zeichnung sozusagen grundiert. Nun kommt ein weiterer Schritt der Kolorierung: Das sogenannte Shading. Hier werden Schatten auf die „Grundierung“ gezeichnet und Beleuchtungseffekte hinzugefügt. Somit erhält unser (bzw. mein) Comic Tiefe.

Nächste Woche erfahrt Ihr dann wie aus dem stummen Comic ein lebendiges Werk wird.

Zur Übersicht dieser Serie …