Nach 10 langen Monaten Aufenthalt in Amerika ist Sarah wieder zurück. Leider konnte sie die anfänglich regelmäßigen Beiträge hier im Blog nicht bis zum Ende durchziehen, da ihr einfach die Zeit fehlte. Aber Sarah hat für euch nochmal eine kleine Zusammenfassung, quasi einen Abschlußbericht geschrieben.

Mein Name ist Sarah und ich wohne in Berlin. Ich bin am 24 Juni 2007 aus Amerika wieder gekommen und habe ein erfolgreiches Austauschjahr hinter mir. In diesem Bericht möchte ich von der Anreise, über Familie, Schule, Religion bis hin zum Ende des Aufenthaltes in Amerika schreiben. Insgesamt war das ganze Jahr ein voller Erfolg und ein faszinierendes Erlebnis, das ich nie vergessen werde.

Am 23. August 2006 ging es gemeinsam mit meiner Freundin gegen 10 Uhr morgens in den Flieger nach Paris, wo wir dann nach Washington umsteigen mussten. Der Abschied mit der Familie und Freunden tat uns allen sehr weh, aber wir wussten ja, dass es einen guten Sinn hatte. In Paris trafen wir dann noch jemanden aus München, der dasselbe Ziel verfolgte und auch zu Ehighschool gehörte. Zu dritt machten wir uns auf dem Weg zum Gate nach Washington, um dort an dem Orientation Camp teil zunehmen. Der Flug an sich muss ich sagen hat mir nicht unbedingt zugesagt. Zum Glück war ich nicht alleine und hatte somit jemanden zum unterhalten. Der Flug zog sich in die Ewigkeit und die Zeit schien nicht zu vergehen dort oben in den Wolken. Nach guten 8 Stunden Flug kamen wir sicher an.

Wir wurden auch schon von einem Mitarbeiter von Forte herzlich empfangen. Vom Flughafen aus ging es dann mit anderen Austauschschülern zum Hotel. Dort lernten wir neue Leute kennen und verbrachten drei sehr angenehme Tage und erkundeten Washington D.C. Hier lernte ich auch meine brasilianische Gastschwester, Nina kennen. Von gleich an waren wir ein Herz und eine Seele. Wir flogen getrennt zu der Gastfamilie am Tag der Abreise.

Sarah und Nina
Deutsch-Brasilianische Freundschaft in Amerika: Sarah und Nina.

Genau zwei Wochen blieben wir in dieser Familie und dann sind wir glücklicherweise gewechselt (Den Grund könnt ihr hier lesen). Wir bekamen die beste Gastfamilie auf der ganzen Welt. Wir verbrachten ein wundervolles Jahr in North Carolina in der Nähe von Raleigh. In der Familie waren zwei sehr süße Mädchen, welche 3 und 8 Jahre alt waren. Nina und ich schlossen sie sofort in unsere Herzen. Unsere Gastmutter arbeitete als Lehrerin an unserer Highschool, als Koch- und Innen Ausstattungslehrerin. Der Gastvater arbeitete als Anwalt. Die Schule befand sich genau gegenüber dem Haus, welches ein Traumhaus war. Jeder von uns hatte sein eigenes Zimmer.

Wir lebten uns ziemlich schnell ein und wurden sehr freundlich und wie die eigenen Kinder behandelt. Wir fanden schnell sehr gute Freunde und unternahmen viele Dinge zusammen. Wie zum Beispiel fuhren wir sehr oft shoppen oder trafen uns, um den neuen Kinofilm zu sehen. Bei uns kam nie Langeweile auf und wir hatten viel Spaß während unseres Aufenthalts. Natürlich haben wir wie jedes Familienmitglied im Haushalt angefasst und uns von unserer besten Seite gezeigt. Wir nahmen and den Sportangeboten teil und gewannen so noch mehr Freunde. Zum Glück war die Schule nicht all zu groß und somit hatten wir alle Möglichkeiten, an Sportaktivitäten teil zunehmen. Wir nahmen am Volleyball, Schwimmen und Fußball teil, welche uns sehr viel Spaß gemacht hatten.

Schnell kannte uns ziemlich jeder in der Schule und wir wurden sozusagen berühmt. Viele Male wurden Zeitungsartikel über uns geschrieben oder wir gewannen Auszeichnungen. Ich kam in die 12. Klasse und hatte insgesamt 8 Fächer, wo ich 4 Fächer für jedes Semester hatte. Ich habe bestimmte Fächer schon wählen müssen, damit ich die 11. Klasse in Deutschland nicht wiederholen müsste und somit hatte ich weniger Auswahl, was auch nicht so schlimm war. Ich hatte sehr gute Schulergebnisse und war Jahrgangsbeste.

Sarah mit Emma und Hannah
Sarah mit ihren „neuen“ Schwestern Emma und Hannah.

Ich muss wirklich sagen, dass dieses Jahr einfach klasse war. Ich habe sehr viel mit meiner Familie unternommen und wir sind auch wie eine richtige Familie in den Urlaub gefahren, wenn Ferien waren. Besonders die Feiertage waren sehr schön zu erleben, wie unterschiedlich sie doch sind. Ich bin mit meiner Familie natürlich auch in die Kirche gegangen, was mir ja nicht so zugesagt hat, aber ich wollte die Erfahrungen ja auch machen. Ich lernte viele verschiedene Glaubensrichtungen und deren Sitten kennen.

Also ich kann einfach nur jedem solch ein Austausch empfehlen. Ich habe mich sehr dadurch verändert, jedoch nur zum Guten. Zum Beispiel bin ich selbständiger, eigenständiger und selbstbewusster geworden. Aber ich habe auch vieles fürs Leben dazu gelernt und würde so was immer wieder machen.

Vielen Dank liebe Sarah, dass du für den Blog von deiner Zeit in Amerika berichtet hast. Ich denke ich spreche für alles Blogger und Leser, dass es deine Erlebnisberichte eine Bereicherung für den Inhalt des Blogs sind. Ich bin mir sicher, dass es nicht der letzte Bericht von dir gewesen ist. Für deinen weiteren Weg hier in Deutschland oder vielleicht auch im Ausland wünschen wir dir auf jeden Fall alles Gute, viel Erfolg in der 12. Klasse in der Schule. Du packst das! Hut ab vor dem, was du mit deinen jetzt 17 Jahren schon alles in Angriff genommen, erlebt und umgesetzt hast!

Alle Berichte von Sarah zum Nachlesen gibt es hier: Übersicht Sarahs Beiträge.