Den heutigen Samstag wollte ich mit dem Leo bei Julias Vater und seiner Freundin verbringen. Julia wollte nachkommen, da sie noch arbeiten mußte. Also war ich mir Leo den Vormittag allein und um 12 Uhr sollten wir abgeholt werden.

Zeitlich haben wir alles super hinbekommen und so waren wir abflugbereit als Julias Vater bei uns klingelte. Dann wurde es aber sehr tricky, denn als ich ihm die Tür öffnt wollte, stellte ich fest, dass sie abgeschlossen war. Mein Schlüssel hing nicht am gewohnten Platz und ich das Öffnen der Tür verzögerte sich somit. Ich versuchte meinem Schwiegervater diese Nachricht durch die geschlossenen Tür zukommen zu lassen, was sich aber als schwieriges Unterfangen herausstellte. Also rief ich ihn auf dem Handy an und erzählte ihm von meinem Problem.

Während er im Auto wartete suchte ich mit Leo den Schlüssel in der Wohnung, aber wir wurden nicht fündig. Wir waren gefangen in unserer eigenen Wochnung. Ostern hatte noch nicht einmal begonnen und ich hatte schon die Schnauze voll vom Suchen. Wenn Julia Angst hat, dass wir durchbrennen, dann soll sie es uns sagen und uns nicht einfach einsperren. Meine Suche blieb erfolglos und ich rief ihre Mutter an. Nicht um mich zu beschweren, sondern um sie mit dem Ersatzschlüssel zu uns zu bestellen.

In meiner Verzweiflung griff ich einfach sinnlos in Leos Jacken-Sammlung, wo selbstverständlich nie im Leben mein Schlüssel hängen könnte, den ich Julia gestern in die Hände gegeben hatte. Doch genau an dieser Stelle wo ich nie suchen würde, fand ich ihn dann – knappe 30 Zentimeter entfernt von dem Ort wo ich meinen Schlüssel normalerweise aufbewahre.