Wie ich auf dem Heimweg auf dem U-Bahnhof Pankow stand, entdeckte ich eine einsame Ledertasche auf einer der Bänke. Weit und breit war niemand zu sehen und da man eine Tasche dieser Größe schwer einfach so vergessen kann, war mir das schon ein wenig komisch.

Die U-Bahn fuhr gerade ein und ich ging zum Fahrer, da ich keine Aufsicht auf dem Bahnsteig ausfindig machen konnte. Ich informierte den U-Bahn-Fahrer über die einsame Tasche und setzte mich in den Waggon, um die vermeintliche Bombenentschärfung aus sicherer Entfernung zu beobachten.

Der Fahrer nährte sich vorsichtig der Tasche und beäugten Sie von allen einsehbaren Seiten. Dann wagte er einen Schritt heran und versuchte in das Innere der Tasche zu blicken. Mit dem Finger und einem hochroten Kopf hob er ganz langsam den Deckel der Tasche an und schaute hinein. Er entspannte sichtlich, öffnete die Tasche komplett, klappte sie wieder zu, nahm sie unter den Arm und ging mit ihr in sein Fahrerstand.

War doch gar nicht so verkehrt, dass ich stillen Alarm geschlagen hab, der U-Bahn-Fahrer hat jetzt ne neue Tasche und vielleicht sogar ein Pausenbrot. 😉