Ich habe noch ein kleines Problem bei der „Autogenes Training“-Geschichte, aber ich weiß wer mir weiterhelfen kann: Bernd Franzen!

Bernd, sicherlich hast Du die folgende Frage in Deinen Kursen schon das eine oder andere mal beantworten müssen: Bei Achtsamkeitsübungen soll man seinen Gedanken beobachten, ohne daran festzuhalten. Mir passiert es dabei oft, dass ich gerade an nichts denke, als mich darauf zu konzentrieren zu beaobachten was ich gerade denke. – Wir Programmierer bezeichnen soetwas als Endlosschleife. Was kann ich tun?

Dran arbeiten 🙂

Kopfkino abschalten geht nicht. Wenn ich die Augen zumache, kommt mir irgendwas zwischen Besorgungszettel (Klopapier ist bald alle) bis zu einem genialen Geisteblitz (neues Kurskonzept) wohl so ziemlich alles in den Sinn.

Bei Achtsamkeitsübungen geht es meist darum, den Sinn auf ein Ding zu richten. Nur unser Kopf macht uns da ein Strich durch die Rechnung. Die Gedanken schweifen ab. Das tun sie immer und zwangsläufig. Es ist möglich, dass es vielleicht irgendwo im hinteresten Nepal einen Menschen gibt, der seinen einen Gedanken auf ein Ding richten kann und dort stundenlang verweilt. Nur in diesem einen Gedanken.

Für uns alle andern gilt: Wir üben das.

Selber arbeite ich im Moment mit folgendem Bild. Wenn ein Gedanke kommt, sehe ich ihn, lasse ihn los und richte meine Aufmerksamkeit auf das Objekt der Übung. Dann kommt ohne Gnade ein neuer Gedanke. Auch ihn lasse ich los und gehe zurück zu meiner Übung. Woraufhin der nächste Gedanke kommt …

Ich übe im Prinzip nicht ärgerlich darüber zu sein, dass meine Gedanken springen, sondern bringe sie immer wenn ich merke, dass ich woanders bin, zurück. Manchmal erlebe ich, dass sie dann eine Weile auf dem Punkt bleiben. Das ist ganz schön viel erreicht.