Heute war ich mit Leo wieder beim Zahnarzt. Warum ich mich mit einem dreijährigen Kind bewaffne hatte ich ja schon im März erklärt. Der Zahnarzttermin lief ähnlich wie Anfang des Jahres ab: Mund auf, Arzt rein, Arzt raus, Mund zu dann das Ganze bei Leo und der durfte sich dann auch noch eine kleine Überraschung aus einer Überraschungskiste aussuchen.

Die Zahnarztassistentin hatte scheinbar einen Marketinglehrgang besucht. Schon bevor ich saß erklärte sie mir, dass sie bei mir Zahnstein entfernen müsse und tatsächlich, schaute der Arzt nach und beauftragte sie mit der Entfernung. Sie blies also mit einem Wasserstrahl an meinen Zähnen rum und kurz bevor sie fertig war: „Ups … na hier ist ein bißchen Zahnstein vom Kaffe-trinken, Rauchen oder Teetrinken, den kriegen wir so nicht ab, aber für 49 Euro können Sie gern unsere Prophylaxe in Anspruch nehmen.“

Da ihr das bei meiner Zahninnenseite auffiel (das ist ja mal ein blöder Zufall), ich keinen bis gar keinen Kaffee trinken und überhaupt nicht bis absolut nicht Rauche und nur gelegentlich mal Tee trinke, bin ich auf ihr Prophylaxe-Angebot nicht weiter eingegangen. So ist das halt bei der Akquise: Die Konversionsrate liegt meist im unteren zweistelligen Bereich.

Nach meiner Zahnarztbehandlung habe ich erfahren, dass ich nur einmal im Jahr einen Stempel ins Bonusheft bekomme. So ging ich nach Hause – ohne Überraschung und ohne Bonusstempel.

Wem mein Zahnarztbesuch nicht spannend genug war, der lese bitter hier und hier weiter.