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Am Sonntag such ich Nathalie

Gerade hatte ich einen Anruf von der Eventagentur, die am Sonntag den Run4Fun von Berlin Thunder veranstaltet. Ich dachte schon die melden sich gar nicht mehr, aber nun hat es ja doch noch geklappt.

Das Telefonat war kurz und knapp: „Hast Du noch Interesse mit zu helfen?“ – „Ja.“ – „Ok, wir brauchen Leute ab 6 Uhr.“ Ab 6 Uhr? Wird das ein Nachtlauf? Egal, ich konnte auf 8 Uhr erhöhen. „Geht klar, dann bis Sonntag!“, sagt sie und beendet damit das Gespäch, aber noch bevor sie auflegen konnte, schaffte ich es sie zu fragen, wo wir uns treffen. „Wir halten uns zwischen Brandenburger Tor und Sowjetischen Ehrenmal auf.“ – Aha, da wird sie sicherlich nicht die Einzige sein. „Und wie kann ich Euch finden?“ war meine logische Frage auf diesen Umstand. „Frag einfach nach Nathalie.“ – Nach Nathalie? Ich stehe also am Sonntag zwischen den Brandenburger Tor und dem Sowjetischen Ehrenmal und Frage nach Nathalie?! – Bin gespannt wieviele Ohrfeigen ich mir einfange, ich kann ja auf dem Weg nach Hause schonmal üben und nach Jürgen suchen: „Hey, bist Du Jürgen?“ …


Kindesentführung in Dresden 1984

Auf dem Weg zur Arbeit vertief ich mich ja immer in den Focus, den Spiegel oder Stern. Heute habe ich eine Story gelesen, an der ich Euch einfach teilhaben lassen möchte.

Es geht um eine Kindesentführung in Dresden. Das Ganze hat im Dezember 1984 stattgefunden: Ein junges Päarchen stellt den Kinderwagen mit seinem Baby vor dem Kaufhaus ab. Ironischer Weise schließt der Vater noch die beiden Kinderwagenräder zusammen. Das muß man sich mal vorstellen, was die damals für ein Sicherheitsgefühl hatten. Ich würde heutzutage nicht einmal einen leeren Kinderwagen vorm Kaufhaus stehen lassen. Vor allem verstehe ich den Sinn nicht, die Räder zusammenzuschließen? Das wäre ja als würde man in der Bank Steine auf Geldscheine legen, damit sie keiner klaut?!

Ok, damals war das auf jeden Fall sicher, aber nicht sicher genug wie sich eine halbe Stunde später herausstellte, denn da war der Wagen leer. Sicherlich haben die zusammengeschlossenen Räder den Dieb davon abgehalten auch den Wagen mitzunehmen. Neben dem leeren Wagen standen nebenbei gesagt noch weitere Kinderwagen, in denen die Babys noch drin waren. Man könnte jetzt meine: Hoho, da war wohl Väterchen Zufall am Werk, wer erinnert sich nicht an die Geschichte der Eltern, die damals (ich weiß nicht mehr wann) unter Tränen in die Kamera flehten, Entführer mögen ihr Baby zurückbringen und wie sich später herausstellte, war es zu diesem Zeitpunkt schon lange tot, gestorben durch die Hände der eigenen Eltern.

Ok, aber in diesem Fall können wir davon ausgehen, dass die Eltern nichts mit dem Verschwinden ihres Babys zu tun hatten. Es wurde dann wie verrückt gesucht und wenig später tauchte ein Baby in einem Hausflur abgestellt auf. Haa, der kleine Junge ist zurück, aber er hatte am Körper Narben von Infusionen die in der DDR nicht üblich waren. Außerirdrische sind hier ebenfalls auszuschließen. Das gefundene Baby reagierte auch nicht wenn man ihn ansprach, was aber daran lag, dass er kein Deutsch verstand, erst mit Russisch konnte man ihm Reaktionen entlocken.Es war also nicht der verschwundene Junge, aber wieder schien Väterchen Zufall am Werk gewesen zu sein: Ein Kind verschwindet, ein anderes taucht auf.

Um das Ganze jetzt abzukürzen. Man ging davon aus, daß der Junge einfach gegen das vermißte Kind ausgetauscht wurde. Involviert sollte das Russische Militär sein. – Natürlich war das undenkbar in der damaligen Zeit, die Untersuchungen blieben stecken und erst als die Familie 2001 das Kind (von 1984) als vermißt meldete wurde der Fall neu aufgenommen. Mittlerweile wurde der mit der Entführung in Verbindung gebrachte Russe verhört, es sollen Ende Februar (diesen Jahres) auch zu Ergebnissen gekommen sein, habe aber dazu nichts im Internet gefunden.

Was haben wir daraus gelernt? Eigentlich nichts, denn wer würde schon auf die Idee kommen, seinen Kinderwagen mit Kind vor einem Kaufhaus abzustellen?

Nachtrag 20. Oktober 2006:
Interview mit den Eltern von Felix Tschök (Teil 1)

Nachtrag 23. Oktober 2006:
Interview mit den Eltern von Felix Tschök (Teil 2)

Nachtrag 26. Oktober 2006:
Interview mit den Eltern von Felix Tschök (Teil 3)


Wurstgeruch im S-Bahnhof

So, es wird Zeit: Auch ich schreibe jetzt mal nen Blogbeitrag *freu* Heute – wie eigentlich jeden Tag nach Arbeit – bin ich mit der Ex-Azubine und der Suse unterwegs mit der S-Bahn in den wohlverdienten Feierabend. Schönhauser Allee fällt uns die Wurstbude auf dem Bahnhof auf. Und prompt erinnern sie die Mädels an diverse Bahnhöfe mit Wurstbuden. Am einprägsamsten ist laut Suse der Bahnhof Landsberger Allee. „Da riecht’s immer lecker und ich würd am Liebsten immer aussteigen und ne Wurst verputzen.“ schwärmt sie. Und beim Erzählen setzt sich plötzlich ein junger Mann mit der Currywurst neben uns. Und siehe da: Wir waren gerade Landsberger Allee.


Vielleicht werd ich mal Golf-Caddy

Am Sonntag hab ich mir mit Julia einen Golf-Abschlagplatz bei uns in der Nähe angeschaut. Die hatten einen Aushang, dass sie noch Leute zum Bälle sortieren suchen. Als ich zehn Minuten darüber nachgesdacht habe empfand ich das als recht interessant, auf diese Art und Weise nach der Arbeit noch die eine oder andere Mark zu verdienen (ja ich weiß, Mark gibt es nicht mehr, tausch ich mir dann halt eben in Euro um).

Heut früh habe ich dann gleich eine Mail an den Geschäftsführer Michael geschrieben, dass ich bereit für den Job wäre. Michael muß meine freundschaftliche Art ignoriert oder überlesen haben, denn seine Antwort kam in förmlicher Sie-Form zurück. … Upps … Aber er hat geantwortet und angeboten, dass wir uns mal unterhalten. Daraufhin hab ich meine Bedingungen aus der Tasche gezaubert, die aber nicht finanzieller Natur sind. Erstmal hab ich nur Abends Zeit und dann auch nur maximal zweimal die Woche. Jetzt warte ich gespannt auf eine weitere Antwort von Michael .. ich meine von Herrn S.


Willkommen bei blog.juber.de!

Hallo und Herzlich Willkommen! Juber.de hat nun auch ein eigenen Blog und bringt euch nun viele erheiternde Beiträge, die das Leben schreiben. Vielen Dank an Rene, der mich nun lange genug bequatscht hat, um diesen einmaligen Blog zu machen! Und natürlich freue ich mich auch, dass wir unseren Peter für das Projekt engagieren konnten. Also viel Freude beim Lesen…


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  • Zitat des Tages: Wer Freude hat am Klagen, wird immer was zum Klagen finden. (Jeremias Gotthelf)