Leo durfte ja den Verlauf des heutigen Vormittags bestimmen, weil er gestern trotz des stressigen Tages so lieb war. Er entschied sich mit der U-Bahn fahren zu wollen – ganz ganz weit! Als wir unterwegs waren, fragte er mich, ob U-Bahnen Räder haben. Ich versprach ihm, dass ich Sie ihm zeigen werden, denn die BVG-Betriebswerkstatt Friedrichsfelde lag ja auf dem Weg.

Am U-Bahnhof Tierpark angekommen machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg zur Betriebswerkstatt, aber ein Zaun ließ uns nicht nah genug heran, um unseren Anschauungsunterricht fortzusetzen. Doch jeder Zaun hat irgendwo ein Loch, so auch dieser in Form einer Schranke. Das Pförtnerhäuschen war nicht besetzt, weit und breit kein Mensch zu sehen und schon hatten wir unseren Zugang zu den parkenden U-Bahnen bei denen wir uns die sonst nie sichtbaren Räder anschauten.

Beim Verlassen der Betriebswerkstatt schaute eine ätere Dame verdutzt aus dem Pförtnerhäuschen. Nachdem ich ihre über eine Entfernung von 10 Metern mitteilen mußte wie wir auf das Gelände gekommen sind und wir uns unwissend und einsichtig zeigten, war der nächste Programmpunkt an der Reihe: Das Bärengehege am Tierpark. Der einzige Bär, der im Gehege zu sehen war schlief jedoch und das Beobachten war so schon nach 2 Minuten langweilig. Also setzte ich mich mit Leo in die U-Bahn Richtung Hönow, um ihm dort noch die Endgleise der U-Bahn zu zeigen.

Diesesmal passierten wir die Schranke zum Betriebsgelände nicht, hier war auch alles ein wenig besser ausgeschildert. Wir schauten also nur von Weitem. Zwar wäre der Zugang hier ebenso leicht und ungehindert gewesen, aber wir hatten ja bereits Friedrichsfelde gesehen was wir sehen wollten.

BVG Betriebswerkstatt Friedrichsfelde

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