An diesem Wochenende fand wieder die Lange Nacht der Wissenschaften statt. Ich war noch nie bei dieser Veranstaltung, die zur Serie der „Langen Nächte“ gehört. Doch da ein Bekannter heute einen Auftritt im Rahmen dieser Veranstaltung hatte, nutze ich die Chance und war dabei.

Breakdance, Center of Dance, Lange Nacht der WIssenschaften, Berlin, 28.05.2011 - 1
Lange Nacht der Wissenschaften, 28.05.2011 in Berlin und Potsdam

„Die Klügste Nacht des Jahres“ fand von 17 bis 1 Uhr statt und diverse Einrichtungen in Berlin und Potsdam machten mit. So auch die Technische Universität Berlin (TUB), wo wir uns den Bereich des Kindercampus anschauten. Denn mein Bekannter trat mit seinen Tanzfreunden des „Center of Dance“ auf und so sahen wir einige Darbietungen im Breakdance.

Zuvor lauschten wir noch einer Veranstaltung zum Thema „Chemisches Zaubern“, bei der Schüler aus der 5. Klasse des Romain-Rolland-Gymnasiums uns die Faszination Chemie näher brachten. Gut, Chemie habe ich gehasst und als erstes abgewählt, als man das durfte. Aber das nur nebenbei. Und so erfuhren wir, welche Besonderheiten beispielsweise der Saft von Rotkohl hat. Er dienst nämlich als pH-Indikator. Was das genau ist, kann man bei Wikipedia nachlesen. Nach anfänglicher Mühseligkeit kam der Vortrag der Lehrerin immer besser in Fahrt und so endete die Präsentation mit einen großen Knall, naja, eben ein wenig Chemie. Für die Zuschauer, überwiegend natürlich jüngeres Publikum, eine sehr interessante Darbietung.

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Körperbeherrschung und Taktgefühl sind das A und O beim Breakdance

Aber dann kam die Truppe des „Center of Dance“, das ihren Sitz in der Schönhauser Allee 36 in Berlin hat (nahe Kulturbrauerei). Los ging es mit dem Tanzlehrer und einer Truppe jüngerer Mädels mit Tanzschritten zu Ushers „DJ got us falling in love“. Ein schöner Auftakt. Danach folgte eine bunt gemischte Truppe mit ein paar Breakdanceschritten im Wechsel und ein 5er Team zeigte sein Können. Nun ging es in wahrer Breakdance-Manier weiter: Jeweils ein Tänzer zeigte, was er drauf hat und wurde dabei von den anderen angefeuert, bekam so quasi seinen Beat vorgegeben. Und so zeigten die (teilweise sehr) jungen Talente ihr Können. Die wahren Bezeichnungen der Breakdance-Schritte und Style habe ich aber leider nicht im Kopf. Mein Bekannter übte die Schritte noch auf dem Weg zur Veranstaltung, so etwas wie „chair“ oder „slide“. Ein paar Beispiele: Handstand, mit nur einer Hand in einem Hut den Boden berührend und den ganzen Körper drehen oder wie wäre es mit mehreren Drehungen des ganzen Körper, wenn man nur mit dem Kopf und einen Hut Kontakt zum Boden hat? Sehr beeindruckend!

Nach diesem Auftritt ging es weiter mit etwas größeren Mädels samt Tanzlehrer, die dem Publikum mit Dj Shinya’s „Maniac“ ordentlich einheizten und so der etwa 20-minütigen Tanzshow ein schönes Finale gönnten.

Der Abend war sehr unterhaltsam. Ist doch immer wieder schön zu sehen, wie talentiert so manch junges Wesen auf diesem Planeten ist. Und wer weiß, jeder fängt mal klein an und vielleicht wird man den ein oder anderen bald auf einer größeren Bühne wiedersehen.

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Respekt für diesen Move!

Ich habe an diesem Abend für mich auch zwei Dinge entdeckt: Ich kann nun sagen, dass ich die TU von innen gesehen habe und ich war bei der Klügsten Nacht – der langen Nach der Wissenschaften 2011 dabei.

Mehr Infos zur Langen Nacht: langenachtderwissenschaften.de
Mehr Infos zum „Center of Dance“: centerofdance.net