Vor einigen Wochen flatterten bei mir zwei Briefe zum Thema Sozialwahl in den Briefkasten. Sozialwahl? Was ist das denn?

Wie alle bei der Deutsche Rentenversicherung versicherten und zahlenden Mitglieder habe ich die große Ehre, bei der diesjährigen Sozialwahl mitzuwirken. Meine Stimme zählt! Somit habe ich Einfluss darauf, wer in den nächsten sechs Jahren wichtige Entscheidungen trifft. Achso klar…

Sozialwahl 2011 - 1

Und so bettelt auch meine Krankenkasse um meine Stimme. Aber schon der erste Satz des Schreibens der BARMER GEK verursachte einen kleinen Lachanfall: „Geben Sie gerne Geld aus, ohne zu bestimmen, was Sie dafür erhalten? Wenn ja, brauchen Sie nicht weiter zu lesen. […]“ Eigentlich hätte der zweite Satz auch heißen können: „Willkommen im deutschen Gesundheitswesen!“ Ihr merkt schon, das ganze Thema gehe ich mit viel Ironie an. Wo soll man sein Kreuz setzen? Bei einer politischen Wahl kennt man ja wenigstens die meisten Parteien und Politiker, aber bei der Sozialwahl ist das anders. Ich muss – pardon, ich darf – genau zwei Kreuze machen – und zwar jeweils eines auf dem Stimmzettel für „die Wahl zum Verwaltugsrat der BARMER GEK im Jahr 2011“ (9 Möglichkeiten) und einmal auf dem Stimmzettel für „die Wahl zur Verteterverwammlung 2011“ (14 Möglichkeiten).

Beim Durchlesen der Stimmzettel fällt mir gleich ein Problem auf: Wo ist der Unterschied zwischen „BARMER GEK-GEMEINSCHAFT gewerkschaftsunabhängige Interessensvertetung für Mitfglieder, Versicherte, Patienten und Rentner seit 1958 – e.V.“ und „BARMER GEK-Versichertenvereinigung – Vereinigung von Versicherten und Rentmer/-innen der BARMER GEK e.V.“. Das ist mir zuviel, das ist mir zu anstrengend…

Sozialwahl 2011 - 2

Alles in Allem muss die ganze Wahl richtig viel Geld kosten. Vor langer Zeit gab es schon Flyer zur Sozialwahl, jetzt die Briefe von der Rentenversicherung und der Krankenkasse. Dazu kann der Wahlumschlag zu dieser Briefwahl unentgeltlich zurück gesendet werden. Bei zig Millionen Versicherten kann man sich mal die Kosten ausrechnen, was diese Wahl verschlingt. Wer zahlt das eigentlich? Nur gut, dass ich fleißig  Krankenkassen- und Rentenversicherungsbeiträge Monat für Monat zahle…

Der Vollständigkeit halber noch der Hinweis: Bis zum 1. Juni muss Deine Stimme abgegeben sein.