Union Berlin gegen Bielefeld, 20.03.2011 - 2

(Berlin, 20.03.2011) Das 4. Spiel des Supertickets für Sport in Berlin stand auf dem Programm. Bei frühlingshaftem Wetter ging es am Sonntag nachmittag in die Tradidionsstätte des ostberliner Fußballclubs 1.FC Union Berlin – in das Stadion an der Alten Försterei in Köpenick.

Bisher waren wir echte Glücksbringer, denn bisher gingen „unsere“ Berliner Teams immer als Sieger vom Platz, egal ob Hertha, Alba oder die Eisbären Berlin. Doch heute kam alles anders. Da sich mein Kollege und seine Freundin verspäteten – ja so ist das, wenn man mit dem Auto und nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt – musste ich noch warten, weil ich die Tickets hatte. Und so verpassten wir gleich zwei Tore. Aber alles halb so wild. Also suchten wir dann unseren Bereich, von wo wir uns das Spiel aus anschauten. Das Stadion wurde in den letzten Jahren umgebaut und modernisiert, an die heutigen Anforderungen angepasst. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Eine moderne Fußballarena ist entstanden – und das alles mit Hilfe der großen Fangemeinde des Vereins. Sie waren es, die selber mit angepackt haben – was für ein Liebesbeweis an den Verein!

Union Berlin gegen Bielefeld, 20.03.2011 - 1

Wie gesagt, als wir dann endlich im Stadion waren und das Spiel anschauten, stand es bereits 1:1. Bielefeld ging nach knapp 10 Minuten in Führung. Von draußen hörte man nur Seufzer von den Berliner Anhängern. Nur ein paar wenige Bielefelder jubelten. Knapp 10 Minuten später bebte das ganze Stadion – Union hat den Ausgleich geschossen. Eigentlich ist Bielefeld so gut wie abgestiegen. Kaum noch Chancen auf den Verbleib in Liga 2. Und so überraschte das Team mit einem guten Spiel.

Nach einer knappen halben Stunden kam dann das, was mein Kollege eigentlich beim Eishockey gern gesehen hätte: Rudelbildung, Tumulte unter den Spielern und Trainern. Das Ergebnis: Eine rote Karte für den Bielefelder Co-Trainer und eine für einen Berliner. Union nur noch mit zehn Mann auf dem Feld. Ein Schubster wurde vom Schiedsrichter als Tätlichkeit gedeutet – das ist Regelkonform. Die Stimmung war nun noch mehr aufgeheizt. Bis zur Pause änderte sich nichts.

Union Berlin gegen Bielefeld, 20.03.2011 - 3

In der 2. Halbzeit blieb das Spiel hitzig und die Fans feuerten weiter fleißig die Eisernen an. So kam Union durch einen Geistesblitz in Form eines klassischen Konters zum Ausgleich. Zudem gab es noch einen Platzverweis (Gelb-Rote Karte) für die Berlin, so dass es am Ende mit 9 Mann gegen Bielefeld ging. Man merkte, dass die Taktik nun „Ergebnis halten“ war und so ging das Spiel mit 2:2 zu Ende. Der Schiedsrichter bekam von den Fans auch sein Fett weg und wurde mit „Schieber“ und „Hoyzer“ betitelt, womit die aus Sicht der Fans schlechte Leistung quittiert wurde.

Ein interessanter Fußballnachmittag ging zu Ende, es war eine hitzige Stimmung trotz recht frischer Temperaturen. Es hat uns alles Spaß gemacht.

Damit geht es nun zum Volleyball – der SCC Berlin steht auf dem Programm. Mehr dazu in Kürze.