Hertha BSC - FSV Frankfurt, 04.03.2011 - 4

(Berlin, 04.03.2011) In unserem sportlichen Monat März war gestern der Auftakt zu einer Serie von sechs Spielen von Berliner Sportvereinen. Den Anfang machte Hertha BSC.

Also ging es schon vor dem eigentlichen Feierabend mit drei weiteren Kollegen ins Berliner Olympiastadion. Der Spielort von Hertha liegt sehr weit westlich in Berlin. Also muss man eine Weile fahren, wenn man aus dem Osten der Stadt kommt. Aber die Zeit vergeht schnell, denn wir waren ja nicht alleine. Die S-Bahn füllte sich von Station zu Station mit weiteren Hertha-Fans.

Hertha BSC gehört eigentlich in die Bundesliga. Doch leider ist die „alte Dame“ im letzten Jahr in die 2. Bundesliga abgestiegen. Gemeinsam mit dem aktuellen Trainer Markus Babbel wurde das Projekt Wiederaufstieg gestartet. Und es sieht gut aus für Hertha. Man führt die Tabelle an und nach zwei Dritteln der Saison ist das Ziel zum Greifen nah. Heute hieß der Gegner FSV Frankfurt.

Am S-Bahnhof Olympiastadion angekommen strömten die Massen an Fans in Richtung Stadion. Ein kleiner Fußmarsch und wir erreichten unser Ziel. Die Tickets werden heutzutage elektronisch geprüft. Da reißt keiner mehr dein Ticket kaputt. Daher muss das Ticket unbedingt einen Strichcode haben. Aber nach wie vor wird man abgetastet. Bei uns verlief alles ohne Probleme.

Hertha BSC - FSV Frankfurt, 04.03.2011 - 2

Da meine Kollegen schon auf dem Weg zum Spiel eins, zwei Bierchen getrunken hatte – ja die Cola war aus 😉 – ging es erst einmal Richtung Toilette. Unsere Plätze waren im Unterrang Block K.3. Das ist links neben dem bekannten Marathontor (aus Sicht dieses Tors). Der Blick aufs Feld ist gut. Der Rasen ist saftig grün gewesen. Das sollte in diesen Wochen mal positiv hervorgehoben werden. Fußballfans wissen, was ich meine.

Es war Freitag Abend um 18 Uhr. Den ganzen Tag schien die Sonne und so wurde es langsam dunkler. Es war zu deutsch gesagt arschkalt. Die Sitze waren schon vorgekühlt durch die kalte Luft. Aber wir wärmten uns durch Stimmungsmacherei. Zwei meiner Kollegen hatten ihre Herthakluft mit und schrien, was das Zeug hielt. Das Spiel begann schlecht für Hertha: Schon in der 6. Minuten ging Frankfurt durch einen schönen Fallrückzieher in Führung. Ein Schock für uns alle, denn bis dahin hatte Hertha kaum ins Spiel gefunden. Doch Hertha versuchte nun mehr und mehr das Spiel zu machen. Und beinahe die erste gute Chance für Hertha nutze Ebert zum Ausgleich. Das Stadion jubelte und im Chor gab es die bekannten Gesänge und Durchsagen des Torschützen. Hertha 1 – Frankfurt Nulllll! Das Spiel plätscherte so vor sich hin. Chancen gab es nicht wirklich viel. Im Mittelfeld spielte sich die meiste Zeit das Geschehen ab. Aber dann kam Hubnik und machte das 2:1 für die Berliner. Wir haben das Spiel gedreht! Endlich wieder aufstehen von den kalten Sitzen und jubeln – gemeinsam mit 32 000 Fans!

Hertha BSC - FSV Frankfurt, 04.03.2011 - 3

Zuletzt hatte Hertha auswärts 5:0 gegen Aachen gewonnen. Aber heute spielte Hertha anders. Zuhause tun sie sich immer schwerer. Beide Abwehrreihen waren nicht die sichersten. Die zweite Halbzeit verlief dann ähnlich wie die erste. Hertha verschlief den Auftakt und so hatte Frankfurt wieder die ersten Chancen. Doch Hertha fing sich und hatte dann mehr vom Spiel. Doch eine 2:1-Führung ist immer knapp. Und so wäre Frankfurt fast zum Ausgleich gekommen. Nach einer Standardsituation in der 82. Minute sorgte dann schließlich der eingewechselte Raffael per Abstauber für den 3:1 Endstand oder wie es im Stadion heißt: „Raa – Faa – Eel!“

Hertha hat gewonnen und hat einen weiteren Schritt Richtung 1. Liga gemacht. Nach Frank Zanders „Nur nach Hause geh’n wa nicht!“ ging es wieder Richtung S-Bahn. Immer den Massen nach. Auf dem Weg dorthin, auf dem Bahnsteig und in der S-Bahn stimmten die Fans immer wieder bekannte Rufe an. Von „Hertha BSC“ über „Scheiß Union“ oder „2. Liga tut weh“ erlebte man die Fans immer wieder in Aktion.

Hertha BSC - FSV Frankfurt, 04.03.2011 - 1

Mein Fazit: Ich war positiv überrascht, war ich doch Jahre lang nicht mehr im Olympiastadion. Entspannte Atmosphäre, gute Laune und viele Tore – was will man als Fußballfan mehr? Hertha hat mich überzeugt und sicher ergibt sich wieder die Gelegenheit.

Übrigens: Am 3.4. zum Heimspiel gegen Paderborn soll das Stadion wieder voll sein. 2 Tickets gibt es zum Preis von 10 Euro. Das ist ein echt guter Preis!

Das nächste Spiel vom Superticket im März ist am Mittwoch bei Alba Berlin.