Es tut mir Leid, aber an dieser Stelle kann ich nicht anders und möchte euch eine kurze Geschichte über ein besonderes Erlebnis erzählen.Diese Woche verabredete ich mich mit einer Freundin, die ich normalerweise nur ein Mal pro Jahr sehe. Es ist eine ehemalige Mitschülerin. Nach so vielen Jahren nach der Schule ist es immer wieder toll, wenn man sich dann mal trifft. Und so war ich ganz besonder erfreut, dass wir uns dieses Jahr schon am Anfang des Jahres treffen konnten.

Nachdem wir einen schönen Nachmittag im „Café Sieben“ am Ostkreuz mit vielen Geschichten aus unserem Leben verbracht haben, kamen wir irgendwie zu dem Thema, das momentan wohl viele Deutsche „beschäftigt“ (ist vielleicht nicht das richtige Wort): Die Sendung „Ich bin ein Star – hol mich hier raus!“ bei RTL läuft nun seit zwei Wochen. Über 8 Millionen Deutsche TV-Zuschauer sprechen für sich – das Interesse an dieser Sendung ist hoch. Wie auch immer das kommt, aber das Dschungelcamp ist ein TV-Format, dass anzieht. Die mehr oder weniger prominenten Teilnehmer dieser Show sind dort für zwei Wochen im Dschungel, müssen sich ihr Essen in Prüfungen erspielen und nach einer Woche fliegt täglich ein Kandidat aus der Show. Dieses Jahr hat RTL anscheinend wieder eine tolle Kandidatenauswahl getroffen. Denn wieder polarisierte eine Kandidatin – Sarah K. – bekannt aus der Model-Casting-Show „Germany’s Next Top-Model“. Was genau passiert ist, kann man im Internet schnell recherchieren.

Dschungelprüfung
Dschungelprüfung im Podcast – im Januar 2008 bei blog.juber.de

Was aber das besondere daran war, über das Thema zu sprechen, war die wissenschaftliche Sichtweise. Diese Sendung ist das ideale Unterrichtsmaterial für Leute, die soziales Verhalten analysieren. Und so hat mich natürlich interessiert, ob mein Blick auf die Sendung überhaupt der Richtige ist. Vorweg genommen, ja, so falsch lag ich mit meiner Analyse nicht. Ich möchte hier auch nicht zu sehr ins Detail gehen. Aber klar ist auf jeden Fall, dass sich so eine geniale Verstrickung von Geschichten, Vorwürfen und Geschehnissen kaum Jemand ausdenken kann. Von daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die von der freiwillig ausgeschiedenen Kandidatin Sarah K. angesprochenen Vorwürfe der Wahrheit entsprechen, durchaus hoch ist. Das sieht man zum Beispiel am Verhalten der Kandidaten Indira, Jay oder Mathieu – nach den turbulenten Ereignissen zeigen sie doch ein ganz anderes Gesicht. Dagegen zeigt Peer ein natürliches Verhalten, was seiner Glaubwürdigkeit gut tut. Abgesehen davon zeigen alle Kandidaten gespielte Verhaltensweisen.

Aber auch ohne wissenschaftliche Betrachtung ist die Show in meinen Augen genial gemacht: Spitzen-Kommentare von den Moderatoren Sonja und Dirk, die es sich nicht nehmen lassen, die Kandidaten auf die Schippe zu nehmen – die Prüfungen, die manchmal widerlich, aber auch sportlich sein können und die gut zusammen geschnittenen (Achtung: Gefahr Zusammenhänge auseinander zu bringen!) Beiträge. Schon seitdem es die Sendung gibt, bin ich vor dem TV dabei. Endlich mal ein TV-Format, was gut ist. Es gibt nicht viele davon.

Mein Tipp für den Dschungelkönig: Peer (ich bin gespannt!)

PS: Wusstet ihr, dass ich mehrmals in der Woche an der Haustür von Sarah K. vorbeilaufe? 😉