Es gibt Dinge im Leben, über die könnte man sich einfach nur aufregen. Aber das Leben ist doch eigentlich viel zu schade, um sich aufzuregen. Von daher muss man wohl oder übel Manches eben hinnehmen. Und so ist es auch mir ergangen. Aber der Reihe nach…

Am 1. Oktober habe ich einen neuen Job angetreten. Nachdem die Arbeit bei meinem alten Arbeitgeber alles andere als erfüllend war, war natürlich die Vorfreude und die Motivation groß. So ist es auch noch heute. Nur leider kam etwas Unvorhergesehenes dazwischen: Ich wurde krank! Und das schon am dritten Arbeitstag. Nun gibt es Leute, die dann sofort an Kündigung durch den Arbeitgeber denken, man ist ja in der Probezeit. Doch man muss es mal realistisch sehen. Nachdem ich nun sehr lange nicht mehr krank war, hat mich ein Magen-Darm-Virus erwischt. Wie soll ich da auf Arbeit gehen. Probezeit hin oder her. Uns so habe ich vier Tage gefehlt. Wenn es nach meiner Ärztin gegangen wäre, dann wäre ich noch länger ausgefallen. Ihr wisst ja, dass man Krankheiten eigentlich gut auskurieren sollte.

Nun ist alles wieder ok und die Arbeit mach den Spaß, den ich mir erhofft habe. Morgens aufstehen und gerne das Haus Richtung Arbeit verlassen ist ein sehr schönes Gefühl.

Doch wo ist der Haken? Ganz einfach: Für die vier Tage bekomme ich kein Gehalt von meinem Arbeitgeber. Denn „bei Aufnahme einer neuen Beschäftigung entsteht der Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber erst nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses, der so genannten Wartezeit.“ In der Wartezeit hat man lediglich Anspruch auf Krankengeld, welches 67 Prozent des Gehalts entspricht. Diese Regelung kannte ich noch nicht. War euch das bekannt? Die Regelung mit den 6 Wochen Krankheit kennen sicherlich viel mehr Leute.

Sei es drum. Es ist ärgerlich, aber nicht zu ändern. Doch ungerecht finde ich es trotzdem. Aus Sicht der Arbeitgeber ist das natürlich eine gute Regelung. Dich irgendwie fühle ich mich durch dieses Gesetz veräppelt. Brauch ich auch nicht die volle Leistung bringen, solange ich noch keine 4 Wochen angestellt bin?

So schließt sich der Kreis und ich höre an dieser Stelle mit den Worten auf, mit denen ich den Beitrag begonnen habe: Es gibt Dinge im Leben, über die könnte man sich einfach nur aufregen. Aber das Leben ist doch eigentlich viel zu schade, um sich aufzuregen. Von daher muss man wohl oder übel Manches eben hinnehmen.