
8 Aug 2006
Heute kommt mal ein Beitrag für den privaten Verbraucherschutz: “Thoms Fassung von Framstags freundlichem Folterfragebogen” ist die moderne Rechtskeule gegen unerwünschte Werbung und unaufgeforderte E-Mails.
Eine kleine Bedienungsanleitung: Dieser Brief eignet sich gleichermaßen im Einsatz gegen unverlangt zugesendete Werbung per Briefpost und per Email. Bei Einsatz gegen Briefpost-Werbung empfiehlt es sich, ebenfalls per Briefpost zu antworten.
Ich praktiziere es schon eine ganze weile mit Unerwünschter Post, die bei mir im Briefkasten landet. Ich habe mir einen Wordvorlage mit dem TFFFFF Text erstellt, wo ich oben meine Adresse und die des Empfänger für diesen Briefes oder Fax stehen. Wichtig ist für mich, dass ich dieses Schreiben dem Absender zufaxen kann. Erstmal habe ich im Internet unter www.0180.info geschaut, ob es für die teuren Fax-Hotlines preiswerte Festnetznummern gibt.
Das 0180-Telefonbuch ist eine Liste mit günstigeren Ersatznummern für die teuren Hotlines mit der Vorwahl 0180 und lebt von der Mitarbeit der Benutzer. Wenn Sie eine Nummer kennen, die noch nicht in der Liste enthalten ist, tragen Sie diese bitte in das Meldeformular ein.
Danach habe ich die 2 Seiten per VoIP dem Anbieter zugefaxt, um mir das Porto zu sparen. Bei mehreren Versands dieses Dokuments rechnet sich das verschicken per Fax schon für mich. Scheinbar reagieren die Anbieter genau so schnell, als würde ihnen es per Post zugestellt. Das Fax Informationsblatt dient mir als Nachweis der Übermittlung.
Wen das technisch interessiert, kann im IPPF Forum unter dem Thema “Faxen über CAPI/VoIP mit XCapi und Fritz!Fax” nachlesen, wie das Fax über VoIP funktioniert. Vorraussetzung ist nur, dass man einen Internetanschluss hat.
Jetzt wird sich die angeschriebene Firma in relativer kurzer Zeit bei euch melden. Versprochen!
Dazu habe ich gleich mal eine aktuelle Geschichte von mir:
Ich habe von der Firma BOSE Werbepost bekommen, obwohl ich vorher noch nie mit BOSE in Kontakt stand. Sie haben mich im Rahmen einer Werbeaktion für ein neues Produkt angeschieben.
Also habe ich ein TFFFFF Fax an BOSE geschickt. Es meldet sich die die Firma “Indima Direct”, die sich als “Adressbrocker” vorstellt. Sie habe im Auftrag von BOSE einmalig Adressen angemietet. In meinem Fall bestätigt sie mir, dass sie den Bestand von “Börse Aktuell” verwendet hat. Meine Beziehung zu “Börse Aktuell” ist: NUR eine einmalige Probeheftbestellung vom Februar 2006. So schnell schließt sich der Kreis. Sie haben meine Adresse bei sich für zukünftige Zusendungen jetzt gesperrt.
Vorsorglich teilen Sie mir auch mit, dass man sich in die in die Robinsonliste des Deutscher Direktmarketing Verband e.V. eintragen kann. Was ich auch gleich getan habe.
DDV-Robinsonliste
Postfach 1401
71243 Ditzingen
Einen Aufnahmeantrag für die Robinsonliste finden Sie hier.
Hier ist meine Beispiel PDF-Datei für euch.
Werbung mit TFFFFF vs. T5F wiedersprechen
Es gibt 5 Kommentare
Mich stört Werbung ja nicht so extrem, als das ich gegen vorgehen müßte. Letztendlich schneidet sich das Werbung-versendene Unternehmen ins eigene Fleisch, da Werbeschreiben ja auch Kosten verursachen.
In einem Fall war ich jedoch so genervt nachdem ich monatelang fast wöchtenlich einen Werbebrief eines Münzversandes im Kasten hatte, dass ich einen der Rückantwortumschläge genommen habe und dort alle Briefe die ich von denen gesammelt hatte reinstopfte. Das Porto dafür übernahm natürlich der Münzversand und sicherlich mußte der da nocheinmal nachlegen da der Brief sehr dick und sehr schwer geworden war. Ich habe von dem Unternehmen seit mehreren Jahren keine Post mehr bekommen, deshalb fällt mir der Name nicht ein.
Wenn wir schonmal beim Thema sind: Ich hoffe, dass meine Briefe des verrückten Briefkastens der hier am Freitag startet, nicht so negativ von den Unternehmen aufgefaßt wird wie deren Werbebriefe. Ich hoffe, dass ich als notorischer Falschversteher dem einen oder anderen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann.
Sehr interessant. Aber ich muss sagen “toi toi toi”, kann bisher nicht behaupten, dass meine Daten für Werbung missbraucht wurden. *freu*
Wie jetzt, Stefan? Hast du noch nie Werbung erhalten, die an dich persönlich adressiert war? Oder was verstehst du unter “Missbrauch”?
Sehr genialer Beitrag….habe mich schon so oft über meinen Vermieter geärgert der meine Daten an Versicherungen weiter gegeben hat! Die bekommen auf jeden Fall diesen Brief als erstes!!!
Vielen Dank für den Tipp :O)
Super Beitrag, hat mir auch in meinem eigenen Fall sehr weitergeholfen. Ich bekam auch so eine Karte der Bose GmbH und bin der Sache mal auf den Grund gegangen. Details unter: http://www.totontli.de/?p=11
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