Ihr erinnert Euch sicher noch an die UFO-Sichtung an der Spree. Wie sich nach kurzer Recherche herausstellte, handelte es sich ja um eine futuristisch anmutende Skihütte aus dem Jahre 1968.

Da sich das Futuro in Privatbesitz befindet, steht es für Führungen eigentlich nicht zur Verfügung. Julia und unsere beiden Kinder hatten dennoch das Glück und die Möglichkeit einen Blick in das Innere dieser seltsamen Konstruktion werfen zu dürfen und mit diesem Beitrag wollen wir Euch auch einen Einblick gewähren.

Neben Kaffe und Kuchen servierte uns die Besitzerin des Futuros interessante Informationen zu diesem „Gebäude“. So erfuhren wir, dass die Bauform rein praktmatische Gründe hat. Aufgrund der Form hat das Futuro eine geringe Oberfläche, kann so weniger Wärme abgeben und ist somit schnell beheizbar.

Der Kunststoff aus dem die „Skihütte“ gebaut ist macht es mit 4 Tonnen relativ transportable, um es so z.B. mit einem Hubschrauber in die Berge zu bringen und die Stelzen sorgen nicht zuletzt dafür, das Futuro auch auf unebenen Untergründen abstellen zu können.

Ca. 20 originale Futuros existieren, aber es gibt auch einige hundert Nachbauten. Die verschiedenen Futuros haben die unterschiedlichsten und kuriosesten Aufgaben. Sie reichen von einer Forschungsstation, über eine Bank, bis zum Ferienhaus. Wer also mal seinen Urlaub mal in dieser außergewöhnlichen Skihütte verbringen möchte, der hat im Kaukasus die Möglichkeit sich in ein Futuro einzumieten.

Aufgrund seiner modularen Bauweise ist das Futuro recht schnell umzubauen. Es ist sehr platzsparend eingerichtet und so kann man die Sitze schnell zu Schlafplätzen ausziehen.

Auch wenn das Futuro von Außen nicht den Eindruck macht, das Innere ist doch relativ geräumig. Eine kleine Küche findet genauso Platz wie ein Schlaf- und ein Wohnzimmerbereich.

Zum Schluss noch ein paar zusammenfassende Worte zur Geschichte des Futuro:

Das als Skihütte konzipierte Futuro wurde wie gesagt 1968 in Finnland von einem Architekten im Auftrag eines Freundes entwickelt. Auf der Hannover Messe wurde es dann ausgestellt und nach Ende dieser Messe für den damaligen Berliner Kulturpark in der DDR gekauft. Dort diente es dann sowohl zur Beschallung des Parks, als auch als Sammelstation für verlorengegangene Kinder.

1992 eröffnete an der Stelle des Kulturforums der Spreepark, wo das Futuro Nr. 13 zur Verschrottung vorgesehen zu „vermodern“ begann. Die jetzige Besitzerin war so fasziniert von dem ungewöhnlichen Stück, dass sie es übernahm und an seinen derzeitigen Standort direkt am Ufer der Spree brachte.

Ich hoffe dieser Einblick war für Euch genauso interessant wie für uns!

* Update 28.08.2011: Die Fotos zu diesem Beitrag wurden entfernt.