Zum kommenden Monat habe ich meine Krankenkasse gewechselt. Für mich eigentlich keine große Angelegenheit – ist ja nur ein Krankenkassenwechsel, aber meine alte Krankenkasse sieht das ganz anders. Im Kündigungsprozess wurde mir klar, dass die Taunus BKK zu einem Unternehmen gehört, das erkannt hat, dass es preiswerter ist einen Kunden zu halten, als einen neuen zu aquirieren. In einem Verdrängungsmarkt wie ihm die Krankenkassen ausgesetzt sind, hat das Ganze einen noch höheren Stellenwert.

Briefe
Informationsflut statt Kündigungsbestätigung

Kurze Zeit nach meiner Kündigung bei der Krankenkasse bekam ich einen Anruf. Die Mitarbeiter versuchte meine Beweggründe zu ermitteln, um mich in die Kasse zurück zu holen, meine Entscheidung stand aber fest. Einige Tage darauf folgte ein dicker Brief. Statt der benötigten Kündigungsbetätigung die ich zur Anmeldung bei der neuen Kasse benötigte, gab es aber nur ein dickes Heft mit Informationen zu den Angeboten meiner alten Krankenkasse.

Eine Woche später kamen dann sogar 3 Briefe auf einen Schlag. Auch dort war nicht die Kündigungsbestätigung sondern weiteres Informationsmaterial enthalten. Mittlerweile waren bestimmt zwei Wochen vergangen und ich hatte die Kündigungsbestätigung im Kasten. Beigefügt war ein Schreiben, dass ich meine Kündigung natürlich jederzeit zurückziehen könnte.

Kurz vor dem Ablauf meiner Mitgliedschaft in der alten Krankenkasse kam dann ein fertig ausgefülltes Schreiben das ich nur noch unterschreiben brauchte, um meine Kündigung zurück zu ziehen.

Ich kann gegen die Taunus BKK wirklich nichts sagen, aber ich habe sie Gott sei Dank auch nicht so intensiv in Anspruch nehmen müssen. Selbst nach meiner Kündigung hat sich das Unternehmen um mich bemüht und die preiswerteste Variante der Kundengewinnung durchgeführt.

In meinen Augen führt die Taunus BKK eine intensive, aber unaufdringliche Form der Kundenrückgewinnung durch. – Da können sich einige andere Unternehmen sicherlich ein Vorbild dran nehmen.