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Hier ein paar Eindruecke aus meinen ersten Urlaubstagen von Mallorca. Entschuldigt bitte, aber ich muss hier alles mit (oe, ae und ue) schreiben.

03.05.2006

Erstmal war der zeitige Abfulg in Schoenefeld dran, ich hatte am Dienstag um 18:00 Uhr Feierabend gemacht, und hatte mir ueberlegt, dass es sich gar nicht lohnt, schlafen zu gehen. So ueberlegt, so getan. Noch ein bisschen gesurft, meine Rucksack mit allem nuetzlichen voll gepackt und los geht es. Mein AirBerlin Flieger sollte ab 04:30 Uhr abfliegen. Um die Zeit ist echt nicht los in Berlin. Was ganz nett war, in Adlershof scheint Nachts ein fetter, gruener Laser ueber das ganze Wissenschaftsgelaende. Am Flughafen angekommen, habe ich mir erstmal ein Tee genehmigt (der Husten war immer noch ein bisschen da :=( ). Das Einchecken verlief alles planmaessig. Gaesste im Flieger waren unter anderem eine Schulkasse und viele Einzelreisende (wie ich). Der Flieger war nicht voll, neben mir waren noch Platze frei. Ich habe mich noch kurz mit dem Lehrer der Schulklasse unterhalten, was sie fuer den Flug bezahlt hatten (mehr als ich, weil sie uebers Reisebuero gebucht hatten). Und los .. wir waren in der Lust, ich war richtig muede, mir fehlte jetzt mein Schlaf. Also habe ich ueberwiegend in Flieger geschlafen. In Palma angekommen, habe ich mich mit einem Taxi zu meinem Ausgangspunkt fuer meine Reise fahren lassen „Jugendherberge Platja de Palma“. Der Tag war gelaufen, eingecheckt in der JH und erstmal ein bisschen geschlafen. Und siehe da, der Naechste Gast kommt ins Zimmer, „Hans“ aus dem Ruhrgebiet. Er selber arbeitet als Krankenpfleger und hat einen Lastminute Flug fuer seinen Resturlaub genommen.

04.05.2006
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Erstmal voller Kopfschmerzen aufgewacht, „Hans“ hat in der Nacht den ganzen Wald zersaegt. Jetzt hat er mir ein paar Ohrstoepsel gegeben fuer, damit ich in der naechsten Nacht ruhig schlafen kann. Weil das Wetter so schlecht ist, bin ich heute mit dem Bus (2,20 € Hin-/Ruecktour) nach Palma reingefahren. Das hatten sich wohl auch alle anderen in der naehne von Palma ueberlegt. Die Stadt war der massen voll, es hat gar kein Spass gemacht. Ich habe mir die Katherale von Palma de Mallocra angesehen. Der Rest ist nicht erwaehnenswert. Am Nachmittag habe ich mir ein Fahrrad fuer 20 Tage gemietet. Jetzt kann es ja los gehen. Am Abend habe ich noch probiert, meine morgige Unterkunft anzurufen. So weit kein Problem, am anderen Ende der Leitung war auch jemand dran, ich weiss nur nicht was Sie mir sagen wollte. In spanisch war keine Verstaendigung moeglich, sie konnte keine englisch und keine deutsch, dass konnte ich Sie noch Fragen. Ich habe mir ueberlegt, ich fahre das Kloster einfach an und probiere es.

05.05.2006
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Ick und der Muell am Strassenrand

Nach einer halbwegs ruhigen Nacht, mit „Hans im Zimmer“ und einen nach dem dialeckt vermutlicher Bayer, der in seinem Hoergeraet keine Baterien mehr hatte, weil sie leer waren „was fuer ein Glueck fuer ihn“, habe ich mich an der Rezeption abgemeldet. Mit dem Fahrrad habe ich probiert, in Richtigung S`Arenal die Stadt zu verlassen. Die Ausschilderung war nicht die beste. Dabei habe ich auch eine Deutsche Bank gefunden, wie sollte es auch anders sein auf der Insel der Deutschen. Von dort bin ich weiter ueber S`Aranjassa nach Llucmajor, immer auf einer Strasse neben der Autobahn. Ich wurde laufend von den Profis auf den Rennraedern ueberholt, aber ich habe ja Zeit. Dort angekommen hatte ich mir auf der Karte angesehen, sollte es weiter nach Porreres (geplantes Ziel: Sanatuari de Monti-Soin) weitergehen. Dort ging es noch einmal 3 KM den Berg hoch, da habe ich meine Fahrrad geschoben, weil das war einfach zu steil. Oben an gekommen, ist bereits der Fahrradfahrer oben, der an mir vorbei den Berg hoch gefahren ist und ein Autofahrer. Jetzt habe ich erstmal geschaut, ob ich jemanden finde, der mir ein Zimmer gibt. Das Koster war von ausseren recht neu, aber keine Menschenseele war da. Und siehe da, ein Laster kommt. Ich habe ihn angesprochen und er zeigt mir einen offenen Stromverteiler gezeigt und gibt mir zu verstehen, das gerade eine Renovierung statt findet :=( . Also bin ich wieder den Berg runter (gefahren) und bin weiter nach Felanitx. Die Strecke hatte es in sich, es ging nur Berg auf und Berg ab ueber 12 KM, ich musste mehrere male absteigen und das Fahrrad den naechsten Berg hoch schieben. Mit zusaetzlichen 12 KG (alles, was ich brauche) auf dem Ruecken im Rucksack ist das nicht so einfach. Die Gegend war aber echt schoen, vor bei an alten Ficas, Feldern und Strohballen. Die Sonne war auf meiner Seite, es hat nicht einmal geregnet, ob wohl Regen angekuendigt war. In Felanitx angekommen, habe ich mir erstmal 2 „7up“ genehmigt. Zum Schluss habe ich die junge Frau hinter dem Tresen gefragt, wo es zum „Santuari de Sant Salvador“ geht. In netter Mann im Lokal hat es mir mit Handzeichen geklaert, auch hier ware eine sprachliche Verstaedigung nicht moeglich. Zum Schluss habe ich mit meinem Spanisch glaenzen wollen, und habe auf spanisch die Rechnung verlangt. Offenbar war die Aussprache so daneben, dass Sie mich angelacht hat. Sie wusste aber, was gemeint war. Ich hab mich dann auf den Weg gemacht, habe unterwegs noch mal ein Wasservorrat am Fahrrad aufgetankt und bin weiter. Und siehe da, ich habe es gefunden, es war 509m ueber dem Meer auf dem Berg, der Weg war ungefaehr 5-6 KM den Berg rauf. Dazu hat meine Kraft nicht mehr gereicht und ich wusste garnicht, ob die ein Bett freihaben. Ich bin wieder in den Stadtkern von Felantix zurueck gefahren, um mir eine Unterkunft zu suchen. Das war gar nicht so einfach, bis ich einen Einwohner gefunden hatte, der mir auf englisch erklaert hat, dass es hier keine !! Betten, Zimmer oder Hotels hier gibt. Es gibt nur welche am Meer, also von meiner Position aus im Ort PortoColom. Ich war jetzt schon voellig alle, mit meinen letzten Kraeften habe mein Fahrrad und mich die naechsten 12 KM geschoben und teilweise den Berg runter gerollt. Und siehe da, das Ortseingangsschild war zusehen. Wir haben jetzt 18:00 Uhr, ich bin um ca. 10:00 Uhr an der JH los gefahren, das war ein Tag. Jetzt noch ein Hotel gesucht, was nicht „Plasa“ heisst und gefunden, fuer 20€ ohne Fruestueck mit Balkon war ich dabei. Ich habe fuer 2 Naechte bezahlt und bin gleich unter die Dusche, was fuer eine Wohltat an diesem Tag.

06.06.2006
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Mein Fruehstueck und mein Rucksack (Vaude Bike Alpin Air 30 + 5)

PortoColom: das vielleicht urspuenglichste und schoenste Fischerdorf auf der Insel, so stand es in meinem Reisefuehrer und so ist es. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Besonders Sonntag ist hier fast nichts los, nur ein paar Einwohner sind unterwegs. Zum Fruehstueck habe ich mir was aus dem benachtbarten Supermarkt geholt und erstmal richtig schoen auf dem Balkon gefruehstueckt. Und siehe da, ich habe keine Blasen an den Fuessen, ein bisschen Muskelkarter und der Arsch tut ein bisschen weh, sonst nix :=). Jetzt habe ich auf Grund der erworbenen Kenntnisse bezueglich der Unterkuefte meine Tour neu berechnet :-). Jetzt geht es an der Ostkueste entlang. Und weil es mir hier so toll gefaehlt, habe ich gleich noch 2 Naechte mehr bezahlt bis Dienstag. An sonsten war ein bisschen faulenzen angesagt und Fotografieren.

07.05.2006
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PortoColom und seine Einwohner

faulenzen und Fotografieren. Ich habe mich dazu entschlossen, heute ein paar Karten an Freunde und Bekannte zu schreiben. Es sind 10 Stueck zusammen gekommen, weil man weiss ja nicht, wann man wieder an Internetcafe kommt. Hier gabt es mal eins, das scheint schon lange den Heldentot gestorben zu sein. Heute habe ich mich in den Abendstunden mal auf den Felsen in der Bucht gegeben, um mal ein paar Nachtfotos zu machen. Der hell erleuchtete Mond hat die weissen Steinfelsen hervorrangen ausgeleuchtet. Das Foto spricht fuer sich.

08.05.2006
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Der Leutturm in PortoColom (bei Tag und bei Nacht)

Die Postkarten habe ich heute bei der Post abgegeben, die nur vormittags geoeffnet hat. Das muss man sich mal vorstellen, das es so etwas gibt. Ich hatte 5,50 € mit 50 € bezahlt, da musste sie erstmal ihr ganzes Weschselgeld zusammen kratzen. Am Nachmittag habe ich mich in den Felsen gesonnt, wie es andere auch getan haben „oben ohne“.

09.05.2006

Heute ist Abreise in PortoColom, es geht 18 KM weiter nach PortoCristo. Der Name soll davon kommen, weil man annahm dass hier Christopher Colombus hier gebohren sein sollte, was sich spaeter alles als falsch herrausstellte, zu spaet. Habe auch hier gleich ein Hotel gefunden, was nicht so sehr teuer ist. Habe mich hier auch fuer zwei Naechte eingebucht. Vorhin habe ich ein Stadtbummel gemacht, das ist echt voll Menchen an der Promenade hier. Ausserdem sieht mal viele weisshaarige, von Yachten kommende, schicke, engisch sprechende Leute an der Promenade. Der erste Eindruck, keine schoene Stand, sehr schick, sehr fein. Aber was sich hier lohn ist die „Coves del Drac“ die Drachenhoehle. Sie hat den groessten unterirdischen See mit 177m Laenge und 30m Breite. Mal schaun, dass ich hier morgen ein paar schoene Fotos hinbekomme.

Wer Rechtschreibfehler findet, darf Sie behalten :=).

10.05.2006
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Die Hoehle, voll mit Tropfsteinen.

Heute frueh war ich bei der Drachenhoehle, gleich bei der ersten Fuehrung um 10:00 Uhr. Da sind noch nicht so viele Turi-Busse da. Es war auch sehr schoen, durch die sehr angenehme Kalksteinhoehle zu wandeln in einer 4 sprachigen Fuehrung. Dann haben sie auf dem unterirdischen See glaube ich „Der Sonnenaufgang“ gespielt, mehr habe ich nicht verstanden, hinter mir hat ein Kind im dunkeln geheult (glaube 6 Jahre alt). Es war genial, das zu hoeren in der Hoehle und dieversen Lichterspielen auf dem See. Danach habe ich mir noch den Lechtturm von PortoCristo angesehen (der Weg war nicht ganz einfach dort hin). Leider hat wohl mein Teleobjektiv jetzt wohl eine paar Probleme, es will jetzt nicht mehr so wie ich will (die Automatik funzt gar nicht mehr und der manuelle Autofocus ab und zu). Ich wollte mir ohne hin zuhause ein neues zulegen.

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Blick auf die Kueste, von der ich gekommen bin und der Leuchtturm

Meine weiteren Stationen:
Cala Ratjada (Ost-Kueste), Port d`Alcudia (Nord-Ost Kueste, vielleicht mit zwischenhalt, es sind immerhin 45KM), Port de Pollenca (Nord-Ost Kueste), Santuari de Llluc (freue ich mich besonders drauf, ist das wohl beruehmteste Klosterherberge Mallorcas), Port de Soller (Nord-West Kueste), von Soller aus soll es mit der Bahn nach Palma zurueck gehen, und wieder in die Jugendherberge.

Nachtrag:
In Sachen Comuter: der Typ hier aus dem Internetcafe hat es voll drauf. Die Optische Maus die hier an den PC angeschlossen ist, ist 3 mal ausgefallen und er hat sage und schreiben den PC 3! mal neu gestartet. So nenne Deppe. Das macht kein Fun beim schreiben. Ob der so auch seine PC installiert?
Das naechste Update kommt bestimmt 🙂

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