Kennt ihr das? Ihr kommt von einem Kumpel nach Hause und dürft erstmal eure Klamotten waschen, weil sie einfach nur nach Zigaretten riechen? Oder (okay jetzt nicht mehr) ihr geht schön Essen in einem Restaurant – dort wurde bisher auch ganz schön gequalmt. Vielleicht habt ihr schonmal an der Bushaltestelle den Qualm eines neben euch stehenden Rauchers abbekommen? Doch damit ist jetzt Schluß!

Elektronische Zigarette 1

Täuschend echt: Als ich am Wochenende bei Hardy zu Besuch war traute ich meinen Augen nicht, als er einfach eine Zigarette aus der Tasche holte und mittem im Wohnzimmer, wo er doch sonst nur auf dem Balkon raucht, an der Zigarette zog – ohne Rücksicht auf uns und die süßen Meerschweinchen. Aber keine Angst – es war eine täuchend echte Zigarette: Die elektronische Zigarette. Ich habe davon noch nie gehört – aber bin echt beeindruckt. Wie viele Leute kenne ich, die rauchen und auch die eigentlich aufhören würden, jedoch nicht stark genug sind (es ist ja auch keine leichte Übung, das Rauchen aufzugeben). Aber vielleicht ist das die ideale Lösung. Nicht zuletzt deshalb, weil das Nichtraucherschutz-Gesetz in aller Munde ist. Doch mit dieser Zigarette kann man getrost und ohne Probleme in einem Restaurant “rauchen” oder einfach mal in der U-Bahn, wo es eigentlich verboten ist.

Vorteile der elektronischen Zigarette:

  • keine Schadstoffbelastung (wie bei einer herkömmlichen Zigarette) durch Teer, Kohlenmonoxid und Blausäure
  • keine Belastung durch Qualm
  • keine unangenehmen Gerüche durch Aschenbecher oder Qualm
  • gelbe Finger oder gelbe Zähne gehören der Vergangenheit an
  • kein Passivrauchen umstehender Personen mehr
  • keine Verbrennungs oder Brandgefahr

Elektronische Zigarette 2

Keine Entzugserscheinungen: Laut Werbung wird trotzdem der Nikotinbedarf zu 100 Prozent befriedigt und somit spürt man keine Entzugserscheinungen. Positivster Nebeneffekt: Man entschlackt den Körper ganz nebenbei von Schadstoffen, die normalerweise durch die Verbrennung von Tabak entstehen.

Ein kleines Elektronikwunder: Wie der Name schon sagt, besteht die Zigarette aus kompletter Elektronik. Ein wiederaufladbarer Akku sorgt für einen realistischen “Raucheffekt”, denn eine LED leuchtet, wenn man am Mundstück zieht. Das Mundstück (Patrone) enthält einen Flüssigkeitscontainer. Darin befindet sich Nikotin in verdünnter Form (in den Varianten hoher Anteil bis kein Anteil). Der Clou: Es gibt sogar diverse Geschmacksrichtungen: Zigarre, Zigarette, Minze, Früchte und mehr.

Erst lesen, dann ziehen: Zur elektronischen Zigarette gibt es auch ein Benutzerhandbuch, welches unbedingt vor dem ersten Zug gelesen werden sollte. So erfährt man auch, dass die e-Cigarette entwickelt wurde, “um den Prozess des Rauchens realistisch zu simulieren”. Und das ist sehr gelungen, denn der resultierende Wasserdampf sieht absolut realistisch aus.

Elektronische Zigarette 3Hersteller und Preise: Hersteller solcher Zigaretten sind zum Beispiel Rooney. Smuke oder Rutoo. Die Preise sind unterschiedlich: Es gibt ältere Modelle um die 70 Euro – für neue Modelle muss man schon über 100 Euro hinblättern. Klingt im ersten Moment vielleicht abschreckend, aber vielleicht ist das ja auch für den einen oder anderen unter euch eine prima Möglichkeit, das Rauchen zumindest zu reduzieren – eure Gesundheit wirds freuen.

Studie der Uni Graz: Zum Abschluß noch eine Info zu der in China erfundenen elektronischen Zigarette. Die Uni Graz hat ein Gutachten zu diesem Produkt erstellt. Sie ist bestens geeignet, wenn man sich das Rauchen abgewöhnen möchte, da man hier die Dosierung wunderbar abstufen kann. Auch aus psychologischer Sicht hilft das Produkt, denn man hat ja trotzdem das Gefühl, dass man wirklich raucht (was man bei einem Pflaster nicht hat).

Trotzdem nicht für jeden geeignet: Auch bei der elektronischen Zigarette gilt, dass Kinder unter 18 Jahre sie nicht rauchen dürfen und auch Schwangere Personen die Finger davon lassen müssen.

(die Detail-Informationen stammen aus der Anleitung zur Rooney e-Cigarette)