Nachdem wir die erste Woche an der Küste entspannt haben, sollte nun der Abenteuerurlaub beginnen.

Von der Küste ins Orinocodelta, vom Delta in die Gran Sabana zum Salto Angel – dem längsten Wasserfall der Welt und von dort dann gen Westen nach Mérida.
Tour 2
Tour 2 von der Küste ins Orinoco-Delta und dann in den Westen

Als erster großer Punkt stand das Orinoco-Delta auf unserem Plan. Der Orinoco ist 2140 km lang und das Delta, das wir zu viell. 0,5 % erkundet haben ist 41.001 km² groß. In der Trockenzeit sind einige Stellen des Delta nicht befahrbar, da ist der Wasserpegel an vielen Stellen um bis zu 15 m tiefer… Das muss man sich mal vorstellen…. 15 Meter !!!

Wir waren 3 Tage und 2 Nächte bei Roger. Er ist Franzose aus Elsass-Lotringen, lebt aber seit über 50 Jahren in Venezuela. Er spricht englisch, spanisch und deutsch. Was der alles weiß 😉 Super viel – du kannst ihn fragen was du willst – er hat schnell und ausführlich eine Erklärung für dich.

Wir haben Affen, Delphine, Piranhas, Schildkröten, Leguane, einen Haufen Vögel und ’ne Menge Natur gesehen. Was für eine schöne Landschaft !

Baden im Orinoco
Baden im Orinoco

Stachelrochen
und weiter unten gab es dann diese Tiere
(wurde während wir gebaded haben gefangen)

Piranha
den hat Leo geangelt und das ist noch ein ganz kleiner !
… die können Finger abbeißen !!!

Papagei und Spinnen
der Papagei und die Spinne rechts oben sind von der Unterkunft,
die rechts unten – freie Wildbahn – und da waren noch viel mehr

Vom Orinoco-Delta ging es dann Richtung Süden zum längsten Wasserfall der Welt dem „Salto Angel„. Unser Reisemittel war eine kleine 6-Sitzer Chessna… Hui – ich dachte ich bin schon gut, wenn ich mit der 18-Sitzermaschine fliege… Aber so eine Chessna ist fast so groß wie ein Auto – sagen wir ein wenig kleiner. Der Flug war aber fantastisch und sehr ruhig – das hätt ich nicht gedacht.

Chessnaflug
Für maximal 6 Personen, wobei einer der Pilot ist und ein Passagier auf dem Beifahrersitz Platz nimmt.

Die Belohnung:

Canaima
Blick aus der Chessna… das ist Canaima mit seinen Wasserfällen

Canaima
Strand von Canaima und Cover vieler Reiseführer

In Canaima angekommen sind wir noch 4 Stunden mit dem Boot zum Naturcamp gegenüber vom Wasserfall gefahren. Die Guides haben noch Abendbrot gemacht und dann ging es auch schon schlafen. Halb 10 wurde der Generator ausgemacht und wir waren alle allein in unseren Hängematten mitten im Regenwald *zitter-bibber*. Die Hängematten hängen unter einem großen Dach alle nebeneinander. Ohne Seitenwände… also Natur pur 😉

Am nächsten Tag erreichten wir nach einer Stunde Fußmarsch durch einen unebenen Regenwald einen Punkt am Wasserfall.. immer noch ganz unten, aber schon ein Stück näher. Leider hat es angefangen zu regnen, aber einige konnten es sich nicht nehmen lasse doch baden zu gehen. Abends sind wir dann 4 Std. zurück mit dem Boot nach Canaima um am nächsten Tag einen anderen Wasserfall anzuschaun.

Salto Angel
Salto Angel der längste Wasserfall der Welt (990 m)

Salto Sapo
Salto Sapo, wo man hinter dem Wasserfall lang gehen kann.

Durch den „Salto Sapo“ (Wasserfall Kröte 😉 konnte man durchgehen. Wir sind also hinter dem Wasserfall lang und nach einem kleinen Fußmarsch auf den Wasserfall rauf. Was für ein Abenteuer.

Obwohl diese Tour sehr teuer war – wir haben 250,- Euro bezahlt (3 Tage, 2 Nächste inkl. Flug, Transport, Essen etc.) kann ich jedem nur raten diese Tour zu machen – ihr werdet es nicht bereuen. Wir waren übrigens mit Gekko-Tours dort. Die Tour war super – die Guides auch. Die Posada La Casita ist auch super. Es gibt wohl aber auch preiswertere Touren.

Nach diesen zwei tollen Erlebnissen „Orinoco-Delta“ und „Canaima“ ging es in einer langen Busreise in den venezuelanischen Westen.

Warum aus 19 Stunden 24 Stunden werden, kann ich auch nicht erklären – das ist eben Venezuela, aber was uns im Westen erwartet hat, erfahrt ihr dann im Teil 3.

Venezuela: Teil 1