Wer regelmässig den Blog liest, weiß, dass Julia und ich Nachwuchs erwarteten und genau heute (pünktlich zum errechneten Termin) war es dann soweit. – Wir hatten uns nach Leo’s Geburt in einem Krankenhaus dieses Mal für eine Geburt in einem Geburtshaus entschieden. Und als es scheinbar los ging, holte uns die Hebamme 2 Uhr in der Nacht ab, so dass wir uns gegen 2:30 Uhr dann auf das Erlebnis Wassergeburt einlassen konnten.

Geburtshaus Hellersdorf
Hier konnten wir nach der Geburt die ersten Stunden zusammen verbringen

Um 5:18 Uhr war es dann soweit Lena tauchte aus der Wanne auf – mit 53 cm und 4230 g ein heutiges Durchschnittskind. Nach einem kleinen Frühstück für Julia, fuhr uns die Hebamme um 9 Uhr nach Hause.

Armkettchen Lena
Geschenk vom Geburtshaus

Das Thema Geburtshaus scheint zum Teil kontrovers behandelt zu werden. Wir habe heute jedoch sehr positive Erfahrungen gemacht. Unsere Hebamme, die uns nun schon seit Leo begleitet, legt Wert darauf nicht sofort zum Wehentropf zu greifen, einen Schnitt anzusetzen oder mit der Glocke zu arbeiten, sondern gibt Mutter und Kind die Chance es auf natürliche Weise zu lösen und das mit viel Einfühlvermögen und Geduld. – Gut, bei unserer Blitzgeburt, die ja Leos sogar in den Schatten stellt, war Geduld nicht ganz so nötig. In den nächsten Tagen wird uns die Hebamme ab und an besuchen, um nach dem Rechten zu schauen und die noch ausstehenden Untersuchungen zu machen.

Für mich war die Geburt auch ein zeimlicher Stressfaktor, weil man als Mann daneben sitzt und eigentlich nicht viel tun kann. Aber ich denke es ist das Mindeste, was man als werdener Vater tun kann: In diesem Moment der werdenen Mutter die Hand zu halten und vom ersten Tag an für sein Baby da zu sein.

Lena
Lena Renée – die neue offizielle kleine Schwester von Leo Julian