Als ich neulich mit der U-Bahn fuhr, unterhielten sich zwei Jugendliche neben mir über einen „Muttizettel“ den sie für die Diskothek Kontrast benötigten. Ein Muttizettel? – Und Tatsache, auf der Webseite des Kontrast kann man ein Formular für den Aufenthalt in Diskotheken herunteladen, ausdrucken und ausfüllen.

Ich habe mir das Schreiben einmal angeschaut und es hat folgenden Inhalt (grob zusammengefasst):

„Ich beauftrage hiermit Herrn/Frau … als erziehungsbeauftragte Person für … bei der Tanzveranstaltung die Aufgaben der Personensorge gemäß §1 Absatz 1 Nummer 4 Jugendschutzgesetz wahrzunehmen. […] das Informationsschreiben des Kreisjugendamtes habe ich zur Kenntnis genommen.“

Neben der Unterschrift der Eltern muss eine Telefonnummer angegeben werden „unter der diese Vollmacht fernmündlich überprüft werden kann“. Das Schreiben ist für 16 und 17-jährige. Bevor jetzt aber alle Teenager freudig in die Lüfte springen: Flatrate-Parties gelten weiterhin nur für ab 18-jährige (ist ganz ganz ganz gaaaaanz klitzeklitzeklein unter der Werbung zu lesen) und da hilft auch kein Muttizettel.


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PONS Wörterbuch der Jugendsprache 2011: Begriffe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
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Jugendrecht JugR