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Auf den Bären gekommen
Marzahn. Bären, wo das Auge hinblickt, ob groß oder klein, aus Plüsch,
Stoff oder Mohair, finden sich in der Vier-Zimmer-Wohnung an der Wuhlestraße.
Wer sich die Mühe machte, die Schar von Christa Junge zu zählen, käme auf 500 Stück.
Ehemann Dietmar ist froh, wenn er ein Fleckchen ergattern kann, das nicht besetzt ist.
Manchmal versteckt er einen kuscheligen Gesellen. Doch seine Frau merkt sofort,
wenn einer fehlt. "Schließlich habe ich mein System", sagt sie.
Seit fünf Jahren widmet sich Christa Junge ihrem Hobby. Der Besuch eines Teddy-Museums
am Ku'damm inspirierte sie. In ihrem Bärenreich findet man Hans-Peter, schon ein wenig
abgegriffen. Wolfgang mit der Latzhose oder Teddy Herzke mit den großen Knopfaugen aus
den 20er Jahren. An Maxe, hart gestopft mit Holzwolle und abgewetztem Fell hängt
Christa Junge besonders. Wurde sie doch mit ihm groß.
"Bärige" Homepage
Die Exemplare aus aller Welt erwirbt sie meist auf Börsen und Trödelmärkten.
"Manche Rarität schenkten mir Nachbarn oder Freunde, manchmal sogar mit Lebenslauf",
erzählt die "Bärenmutter". Einigen sieht man an, dass sie schon durch viele Hände
gegangen sind - wie der alte Hermann. Den hat Christa Junge restauriert. Schwerere
Operationen hingegen lässt sie lieber vom Puppendoktor ausführen.
Es versteht sich, das Christa Junge Mitglied des Vereins Berliner Bärenfreunde
und mit eigener Homepage unter www.Junge-CDS-Berlin.de vertreten ist. 2002 feiert
der Spielzeugbär 100. Geburtstag. Das ist für sie Anlass, die Schar im November
auf Reisen zu schicken. In einem Pfälzer Museum werden sie bis März gezeigt.
Beste Gelegenheit nach weiteren Raritäten Ausschau zu halten. "Bei 1000 ist aber
Schluss", meint Ehemann Dietmar.
Aus: Berliner Wochenblatt, Nr 28
Datum: 11.07.2001
Autorenkürzel: Sta.
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