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Frau Junge hat ein Herz für Teddys
Vor etwa drei Jahren hat's mich gepackt. Da habe ich angefangen, neben Postkarten und
Autogrammen Teddys zu sammeln. Inzwischen sind es rund 390, viele davon aus Sonneberg.
Grundstock war mein eigener alter Teddy aus der Kindheit. Die meisten habe ich auf
Flohmärkten entdeckt, über Anzeigen gekauft oder geschenkt bekommen.
Manche sind Markenbären von Steiff, Hermann und Haida Sonneberg. Den Hersteller
herauszubekommen ist oft schwierig. Anders das Alter. Mein "Ältester" hat schon 90 Jahre
auf dem Buckel. Beim Bestimmen helfen die Füllmaterialien wie Holzwolle, Kapok,
Schaumgummi-Granulate u.a. Auch die Augen verraten etwas über das Alter. Hier unterscheidet
man z. B. Schuhknopfaugen, Blechaugen, Glasaugen und Plastikaugen. Auch die Brummstimme und
das Fell lassen Rückschlüsse auf das "Lebensalter" zu.
Eine Gruppe für sich sind die Werbeteddys. Unzählige Firmen nutzen Bären als Sympathieträger,
vom Kuschelweich- bis zum Gummibär. Meine Teddys sind überall in unserer Vierzimmerwohnung
zu finden. Will sich jemand setzen, muss er erst mal einen Platz für einen Teddy suchen.
Zurzeit sind 210 von ihnen in einem Schaufenster in der Marzahner Wuhletal-Apotheke in der
Garzauer Straße zu sehen. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich meine Bären dort ausstellen
durfte.
Christa Junge, Marzahn
Aus: Berliner Kurier
Datum: 20.12.1999
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