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Christas Leidenschaft -
So hat das alles einmal angefangen
Im Jahre 1902 erblickte er in Giengen an der Brenz im Hause Steiff das Licht der Welt -
der Teddybär war geboren.
Der Anfang stand unter keinem guten Stern, denn die Machart war noch sehr ungelenk.
Dieser Bär "55 PB" (= Größe, Plüsch, beweglich) wurde 1903 in einer
Spielzeug-Lattenkiste nach New York geschickt. Einen Monat später wurden von einem
US-Spielzeug-Großhändler während der Leipziger Messe 3000 Exemplare geordert.
Es wurden von Steiff vier Entwürfe patentiert und man schuf als Höhepunkt den
Bären 28 PB mit Metallstab-Gelenksystem. Dieser wurde nur ein Jahr lang gefertigt und
ist aufgrund dieser Seltenheit heute sehr wertvoll.
1907 wurden fast eine Million Teddybären hergestellt, neunzig Prozent davon gingen nach
Amerika. Der Plüschbär war damals in Amerika zum Preis von einem halben bis fünf Dollar
zu haben.
Vor 1902 wurden auch schon Bären produziert, d.h. seit 1899 kamen bei der Familie
Steiff Eis- und Braunbären ins Programm, die jedoch nicht beweglich waren. Sie waren
Ziehtiere auf Rädern und dem Naturbären auf vier Pfoten nachempfunden. Das ist der
Unterschied zwischen dem Spielzeugbär und dem Teddybär. So begann sein unaufhaltsamer
Weg um die Welt.
Der Erfolg ruft auch immer die Konkurrenz auf den Plan.
Ab etwa 1900 wurden alle Erzeugnisse dieser Firma mit einem Papier-Anhänger versehen.
Auf ihm ist das Markenzeichen, der Elefant mit S-förmigen Rüssel, aufgedruckt. Die
Steiff-Produkte wurden von anderen Spielzeugfabriken immer wieder kopiert. Man fand
schließlich die geniale Lösung, Franz Steiff hatte die rettende Idee: Den "Knopf im Ohr"!
Diesen gibt es seit dem 1.November 1904 und er ist im linken Ohr zu finden. Man wollte diesen
Knopf schützen lassen, dieser Schutz wurde aber vom Patentamt abgelehnt. Nur durch einen
juristischen Kunstgriff gelingt es: Steiff ließ die Worte "Knopf im Ohr" registrieren.
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