Eigentlich heißt er nur der Dom, oder der neue Dom, doch bekannter ist er unter dem Namen Berliner Dom. Gebaut wurde er unter kaiserlichem Druck als kaiserliche Staats- und Hofkirche. Eigentlich wurde der Entwurf Raschdorffs von der Dombaukommission und der Akademie des Bauwesens wegen akustischer, bautechnischer und liturgischer Probleme abgelehnt, doch es gelang ihm, seinen Entwurf durchzusetzten, was zum Baubeginn zu heftiger öffentlicher Kritik führte.
Der Zentralbau ist in mehrere Teile gegliedert: die überkuppelte Predigtkirche, die nördlich anschliessende Denkmalkirche und die südlich liegende Trau- und Taufkirche. Das im wilhelminischen Barock errichtete Bauwerk strotzte vor Größe und Form.
An der bildkünstlerischen Ausstattung des Doms waren namenhafte Künstler beteiligt. Der Grundstein des Bauwerkes wurde am 17.7.1894 gelegt, die Einweihung fand am 27.2.1905 statt.
Im Zweiten Weltkrieg am 20.5.1944 brannte die Kuppel aus, die herabstürzende Laterne durchschlug die Kellerdecke
und zerstörte einen der darin befindlichen Särge. Die Prunksärge blieben jedoch erhalten.
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1945 wurde die Gruft als Gottesdienstraum eingerichtet. 1951 wurde die Notkuppel gesichert und 1967-71 wurden einige Nebenräume für die Theologische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin ausgebaut. Die Tauf- und Traukirche wurde 1979/80 wiederhergestellt, die äußere Rekonstruktion wurde 1975-81 vorgenommen.
Im Rahmen der Rekonstruktion wurden der Berliner Dom einigen kleinenVeränderungen unterzogen. Die Höhe der Kuppel wurde verringert und ihre Struktur vereinfacht. Die krönende Laterne und die vier Eckkuppeln wurden modernisiert. Der bildkünstlerische Schmuck wurde wie auch die komplette Fassade vollkommen restauriert. Die Denkmalkirche und der südliche Atlan hingegen entfernt. Nach der Äußeren Wiederherstellung wurde im Inneren der Predigtkirche die Restaurierungsarbeiten fortgesetzt.
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